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Berlin (dpa) - Agrar- und Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat die Lebensmittelbranche vor übertriebenen Preiserhöhungen gewarnt. Die Bundesregierung könne zwar keinen Einfluss auf Marktpreise nehmen.
«Ich kann den Handel und den Verbänden aber nur raten, die Verbraucher nicht mit überzogenen Preissteigerungen zu verschrecken», sagte Aigner am Freitag bei Vorlage der Erntebilanz.
Mit Blick auf die Preisexplosion an den internationalen Getreide- und Nahrungsmittelmärkten in Folge auch von Spekulationen sprach sich Aigner für ein gemeinsames Vorgehen der Industrienationen aus. Anlass zur Sorge gebe es, wenn Anleger und Indexfonds in Rohstoff- und Agrarmärkte massiv einsteigen. Bedenklich sei, wenn bei knappen Lebensmittelrohstoffen auf kurzfristige Profite spekuliert werde.
Es gebe weltweit zwar eine leicht verschlechterte Erntebilanz, aber keine besorgniserregenden Engpässe, sagte Aigner: «Es gibt keine Versorgungsnotlage auf den Weltagrarmärkten.» Die wichtigsten Exportländer verfügten über hohe Lagerbestände.
Die Getreidepreise an den Warenterminmärkten seien allerdings explosionsartig gestiegen. Vergleiche mit der Lebensmittelkrise 2007 und 2008 - vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern - wolle sie aber entschieden widersprechen, sagte Aigner.