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Schickedanz-Milliardenstreit endet mit Vergleich

11:58 Uhr 02.02.2017
Schickedanz-Milliardenstreit
Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz. Foto: Marius Becker

Köln (dpa) - Der milliardenschwere Schadenersatz-Streit zwischen Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz und mehreren Beklagten ist mit einer außergerichtlichen Einigung beigelegt worden.

Das Kölner Landgericht teilte nach mehrfach verschobenen Verkündungsterminen mit, die Klägerin und 13 der insgesamt 14 Beklagten hätten den Konflikt für erledigt erklärt. Das Gericht werde daher hier keine Entscheidung mehr fällen, der ursprünglich geplante Verkündungstermin am kommenden Dienstag (7. Februar) sei gestrichen.

Es gibt allerdings eine Ausnahme: Als einziger Beklagter hat sich Matthias Graf von Krockow der Erledigungserklärung laut Gericht nicht angeschlossen. In diesem Einzelfall müsse daher der Rechtsstreit gerichtlich fortgesetzt werden, erläuterte eine Sprecherin. Nächster Verhandlungstermin sei der 28. März.

Der Zivilprozess hatte vor gut vier Jahren begonnen. Die frühere Schickedanz-Hausbank Sal. Oppenheim hatte bereits Ende 2016 von einem außergerichtlichen Vergleich berichtet. Über den Inhalt der Vereinbarung wurden keine Angaben gemacht. Nach dpa-Informationen erhält die 73-jährige Schickedanz einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Das gesamte Verfahren blieb aber weiter bei Gericht anhängig, weil noch einzelne Voraussetzungen für einen endgültigen Abschluss fehlten.

Die Ex-Milliardärin hatte in dem spektakulären Schadenersatz-Fall ursprünglich 1,9 Milliarden Euro von 14 Beklagten verlangt - vor allem von Sal. Oppenheim und ihrem Ex-Vermögensberater Josef Esch. Diese hätten ihr Vermögen gegen ihren Willen riskant angelegt und verschleudert, so der Vorwurf. Die Beklagten bestritten das stets.

Schickedanz hatte durch die Insolvenz des Handelsriesen Arcandor - hervorgegangen aus KarstadtQuelle - 2009 ihr Vermögen verloren. Mit dem erzielten Vergleich nimmt sie nun Abstand von diesen Behauptungen.

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News-Diskussion (2 Beiträge)
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  • von Teufelweich
    ... und vor allem alles auf eine Karte setzen. So reiche Leute sind doch normal so schlau ihr Vermögen zu streuen.
  • von Spellsurf
    Mit einer Zweistelligen Millionensumme ist sie immer noch bestens ausgerüstet! Klar für ihre Familie ist es hart 99% zu verlieren. Aber wenn sie keine Kinder und Neffen hat, dann hat sie - selbst wenn sie noch 100 Jahre alt wird - jeden Tag 1000 € zum Ausgeben. Das sollte reichen! Es ist immer schlimm zu sehen, wie erst eine Generation etwas aufbaut und dann Idioten kommen und alles vernichten. Wie konnte sie so blöd sein und ihre Überwachung so zu vernachlässigen!