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Seegüterumschlag im Hamburger Hafen stabilisiert sich

15:35 Uhr 16.08.2016
Hamburger Hafen
Containerbrücken im Hamburger Hafen:  Der Seegüterumschlag hat sich stabilisiert. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv

Hamburg (dpa) - Der Seegüterumschlag im Hamburger Hafen hat sich stabilisiert. Zwar verzeichnete dieser im ersten Halbjahr 2016 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum einen leichten Rückgang um 0,9 Prozent auf 70,2 Millionen Tonnen, teilte Marketing-Vorstand Axel Mattern mit.

Im zweiten Quartal steht aber im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 0,7 Prozent zu Buche. Der Containerumschlag ging von Januar bis Juni um 1,2 Prozent auf 4,5 Millionen Standardcontainer (TEU) zurück. Dies sei vor allem durch weniger Weitertransporte zu und von Häfen in Polen und Schweden zu erklären, teilte das Hafenmanagement mit. Diese würden verstärkt direkt von größeren Containerschiffen angelaufen. Dagegen sei der im Vorjahr verzeichnete Einbruch im Containerverkehr mit China und Russland inzwischen nahezu gestoppt worden.

Trotz der Sanktionen wurden im Warenaustausch mit Russland rund 216 000 Container (TEU) transportiert, 2,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Containerverkehre mit China übernahmen 1,3 Millionen TEU, ein Minus von 1,0 Prozent. Auffällig waren die Zuwächse im Boxenumschlag mit Indien (plus 9,9 Prozent), den Vereinigten Arabischen Emiraten (14 Prozent) und Großbritannien (13,1 Prozent).

Für das Gesamtjahr erwartet die Marketingorganisation einen Seegüterumschlag auf Vorjahresniveau von 138 Millionen Tonnen und einen Containerumschlag von rund 9 Millionen Standardcontainer (TEU, 2015: 8,8 Mio).

Der Abtransport der Güter per Bahn aus dem Hafen legte um 3,9 Prozent auf 23,8 Millionen Tonnen zu. Dabei verzeichnete auch der Containertransport einen Zuwachs von 2,1 Prozent auf 1,2 Millionen TEU.

Der Umschlag von Massengütern wie Getreide, Kohle und Mineralölprodukten ging um 1,4 Prozent auf 23,3 Millionen Tonnen zurück. Dabei legten die Importe um 6,7 Prozent zu, die Exporte verringerten sich um 18,3 Prozent. Dieser Einbruch hänge vor allem mit der Schließung einer Mineralölraffinerie und deutlich geringeren Getreideausfuhren (minus 34 Prozent) zusammen.

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