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Sparkassen-Chef: Kontogebühren werden bei allen Banken kommen

10:33 Uhr 02.09.2016
Georg Fahrenschon
Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon. Foto: Soeren Stache

Frankfurt/Main (dpa) - Kunden von Banken und Sparkassen müssen sich nach Einschätzung von Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon flächendeckend auf Gebühren für die Kontoführung einstellen.

«Ich erwarte, dass es in einigen Jahren praktisch nirgendwo mehr kostenlose Girokonten geben wird», sagte der Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) der «Bild»-Zeitung (Freitag). Für die Nutzung von Geldautomaten sollten Verbraucher aber auch künftig nichts zahlen.

Fahrenschon bekräftigte damit frühere Aussagen. Bereits im März hatte er verkündet: «Die Zeit von kostenlosen Girokonten ist vorbei.» Die Preisgestaltung ist jedoch Sache der einzelnen Geldhäuser und nicht ihrer jeweiligen Dachverbände.

Wegen der historisch niedrigen Zinsen brechen den Instituten die Zinserträge weg. Zusätzlich unter Druck ist die Branche, weil Geschäftsbanken für Geld, das sie bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken, inzwischen 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen müssen. Die Kosten dafür geben viele Banken bereits an ihre Unternehmenskunden oder große Investoren wie Fonds weiter. Das Gros der Privatkunden bleibt indes bisher verschont. Sie müssen allerdings häufig bereits höhere Gebühren zahlen - etwa für Überweisungen oder Bankkarten.

Der Präsident der Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld, sieht die Branche angesichts des absehbar anhaltenden Zinstiefs unter Zugzwang. «Über Girokonten, Depots oder Kreditkarten zum Nulltarif mögen sich Kunden freuen. Mangels alternativer Ertragsquellen lässt sich dieses Angebot aber nicht auf Dauer aufrechterhalten», sagte Hufeld bei einer Bankentagung am Donnerstag in Frankfurt. «Trotz des harten Wettbewerbs mit Gratisangeboten wird es hier zu einem Umdenken kommen müssen.»

Rede Fahrenschon Bankentagung 31.8.2016

Zeitreihe Leitzinsen der EZB

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News-Diskussion (8 Beiträge)
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Nachricht
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  • von Spellsurf
    Zinserträge brechen weg? Das ich nicht lache!! Die Kreditzinsen sind nach wie vor so hoch wie zu Hochzinszeiten. Also was bricht da weg? - im Gegenteil die Banken verdienen sich dumm und dämlich. Und wegen des Geldes was sie bei der Zentralbank bunkern - das sollen sie ja nicht sondern an die Wirtschaft ausgeben. Eben deshalb die Negativzinsen!
  • von Spellsurf
    Wie großzügig: für den Geldautomaten müssen wir auch in Zukunft nichts bezahlen :-)! Sollten sie dafür Geld verlangen, würde der BGH ihnen das schallend um die Ohren hauen. Nach gefestigter Rechtsprechung darf nämlich für Leistungen im Eigeninteresse der Bank kein Entgelt verlangt werden. Und das Eigentum dem Kunden herauszugeben - die Bank ist nämlich insofern Schuldner ihres Kunden!! - ist ja nun ihr höchstes Eigeninteresse, will sie sich nicht strafbar machen.
  • von Spellsurf
    Das hätten die Sparkassenchefs gerne gell! Aber es wird nicht so kommen! Es gibt immer noch einige Banken, die gratis Konten anbieten - dies deshalb, weil sie sich nicht so überzogene Vorstandsgehälter genehmigen und nicht unnötige Paläste in unsere Städte bauen.
  • von Teufelweich
    Irgendwann wird das System der EZB zusammenbrechen müssen.
    Wer kein Geld hat, pumpt es sich zum Nulltarif und wer es hat,
    verleiht es zum Nulltarif oder wird für seinen Besitz bestraft.
    Das kann doch auf Dauer niemals funktionieren!
  • von ro
    genau so ist es - Hans !!

    Auf die Barrikaden Ihr Leute!
  • von Hans Telmo
    Die allerhellsten Oekonomen wollen das Bargeld abschaffen und 5% Negativzinsen abschöpfen, denjenigen, die sich erlauben Geld zu horten. Nach Ansicht der Oekonomen sollte das Geld ausgegeben werden, damit die Wirtschaft "in Schwung" kommt. Sparer und Vorsorgeunternehmen sowie Versicherungsunternehmen muss man deshalb hart "bestrafen".

    Dass die Bank, die den Dollar druckt (darf an Stelle des bösen Goldes von Nationalbanken eingelagert werden, FED heisst, wissen schon viele. Dass die FED eine Privatbank ist, wo der Staat NICHTS zu sagen hat, ausser den obersten Angestellten zu bestätigen, das wissen nur ganz ganz wenige.

    Geld ist böse, aber noch böser ist, wer es besitzt. Deshalb lautet unserer aller Zukunft: Armut für alle.

    Glauben Sie nichts von dem, was ich schrieb, dann schlafen Sie ruhiger.

    Die Wahrheit ist unglaubhaft, als dass man sie auf Anhieb akzeptiert.

    „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

    Henry Ford

    Ford irrt, es interessiert kein Schwein, erst wenns dann zu spät ist, gehen die Leute auf die Strasse, wie derzeit in Venezuela, wo es nichts mehr zu essen gibt. Venezuela verfügt aber angeblich die grössten Erdölvorräte aller Länder dieses Planeten.
  • von Hans Telmo
    Die allerhellsten Oekonomen wollen das Bargeld abschaffen und 5% Negativzinsen abschöpfen, denjenigen, die sich erlauben Geld zu horten. Nach Ansicht der Oekonomen sollte das Geld ausgegeben werden, damit die Wirtschaft "in Schwung" kommt. Sparer und Vorsorgeunternehmen sowie Versicherungsunternehmen muss man deshalb hart "bestrafen".

    Dass die Bank, die den Dollar druckt (darf an Stelle des bösen Goldes von Nationalbanken eingelagert werden, FED heisst, wissen schon viele. Dass die FED eine Privatbank ist, wo der Staat NICHTS zu sagen hat, ausser den obersten Angestellten zu bestätigen, das wissen nur ganz ganz wenige.

    Geld ist böse, aber noch böser ist, wer es besitzt. Deshalb lautet unserer aller Zukunft: Armut für alle.

    Glauben Sie nichts von dem, was ich schrieb, dann schlafen Sie ruhiger.

    Die Wahrheit ist unglaubhaft, als dass man sie auf Anhieb akzeptiert.

    „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

    Henry Ford

    Ford irrt, es interessiert kein Schwein, erst wenns dann zu spät ist, gehen die Leute auf die Strasse, wie derzeit in Venezuela, wo es nichts mehr zu essen gibt. Venezuela verfügt aber angeblich die grössten Erdölvorräte aller Länder dieses Planeten.