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Südkorea verhängt Verkaufsverbot für VW-Modelle

17:44 Uhr 02.08.2016
Zulassungszertifikate VW
Audi-Volkswagen Anlieferungszentrum in Pyeongtaek, nahe Seoul. Südkorea hat die Zulassungszertifikate von 83 000 Autos der Marken Volkswagen, Audi und Bentley zurückgezogen. Foto: Yonhap

Seoul (dpa) - Im Zuge der Ermittlungen zum Abgas-Skandal bei Volkswagen hat Südkorea den Verkauf von 80 Modellen des Autoherstellers gestoppt. Mit dem erwarteten Verkaufsverbot reagierte das Umweltministerium auf Unregelmäßigkeiten, die in Dokumenten über Emissionswerte und Lärmtests gefunden wurden.

Der Autobauer wird beschuldigt, Unterlagen geschönt zu haben, um so die Zulassung für Importautos zu erhalten. Die Zulassung für 83 000 Autos der Marken Volkswagen, Audi und Bentley sei zurückgezogen worden, teilte das Ministerium mit. Der Hersteller muss außerdem 17,8 Milliarden Won (14,3 Millionen Euro) Strafe zahlen. 

Das Unternehmen werde alle «verfügbaren Maßnahmen» gegen den Verkaufsstopp in Erwägung ziehen, sagte eine Sprecherin von Audi Volkwagen Korea in Seoul. Dazu gehörten auch rechtliche Schritte. Es seien von dem jetzigen Verkaufsstopp 80 Modelle betroffen. «Das ist eine der strengsten Sanktionen, die sie gegen uns verhängen konnten.» Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft seien noch im Gange. 

Volkswagen bedaure die jetzige Situation sehr, hieß es. Man werde weiter mit dem Umweltministerium kooperieren, «um das Vertrauen der Händler und Verbraucher zurückzugewinnen». 

VW war der Strafe der Behörden vor anderthalb Wochen zuvorgekommen und hatte freiwillig die Auslieferung von 79 Modellen vorläufig gestoppt. Damit wollte Volkswagen nach eigenen Angaben der «Konfusion im Markt» etgegentreten.      

Nach eigenen Abgastests bei mehreren Modellen der Marken VW und Audi hatten die Behörden im vergangenen November eine Rückrufaktion angeordnet. Betroffen sind Autos mit Dieselmotoren der Bauart EA 189, die vor allem zwischen 2008 und 2015 verkauft wurden. Dem Unternehmen wird allerdings vorgeworfen, bislang nur mangelhafte Rückrufpläne für mehr als 125 000 Diesel-Fahrzeuge eingereicht zu haben. VW hatte bei mehr als elf Millionen Fahrzeugen weltweit Abgastests manipuliert.

In Südkorea hatten ausländische Marken, insbesondere deutsche Marken, in den vergangenen Jahren ihre Marktpräsenz ausbauen können. Dennoch ist das Land für den VW-Konzern ein vergleichsweise kleiner Markt. In der ersten Hälfte 2016 hatten Audi und VW in Südkorea nach Angaben eines Branchenverbands mit mehr als 25 500 Autos zusammen einen Marktanteil bei Importwagen von etwa 22 Prozent. Der Absatz beider Marken ging in dieser Zeit im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück.   

Im Artikel enthaltene Wertpapiere
Wertpapier ISIN Letzter Kurs Performance
VOLKSWAGEN Aktienkurs DE0007664005 134,85 € -1,06 %
VW Aktienkurs DE0007664039 128,10 € -0,62 %
AUDI Aktienkurs DE0006757008 603,00 € -1,26 %
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News-Diskussion (5 Beiträge)
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Nachricht
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  • von speedbull
    So kann man sich einen Konkurrenten vom Hals halten!
  • von Hans Telmo
    Die USA freut das, sie koennen ihre Stinkkanonen mit 14 liter Durchschnittsverbrauch nun erfolgreich weiterhin in Suedkorea verkaufen. Die deutsche Konkurrenz ist weg.
    Bis Deutschland merkt, dass die USA einen erfolgreichen Wirtschaftskrieg gegen Europa fuehrt ist der Krieg schon lange verloren. Einst lange erfolgreiche Laender im Bereich Finanzen, Produktion und Dienstleistungen werden nachhaltig geschwaecht und zerstoert.
    Deutschland/Europa ist weder autonom noch souveraen sondern wird durch die USA mittels NSA wirtschaftlich umfassend und grenzenlos ausspioniert. Privat, geschaeftlich und politisch. Telefonie, Internet und Zahlungsverkehr sind streng ueberwacht. Danebst hat Deutschland nach dem 2. WK am 15.2.45 bloss einen Waffenstillstand erhalten, mit totaler Unterwerfung. Ein Friedensvertrag wird gar nicht erst diskutiert, denn man droht Deutschland, das erst im Jahre 2011 die letzten Reparationszahlungen fuer den 1. WK geleistet hat, mit horrenten Reparationszahlungen fuer den 2. WK. So macht man Europa zum Untertan. Die NATO ist das zentrale Mittel, denn militaerisch hat bloss die USA in Deutschland 20 und in Italien 50 Atombomben, die Deutschen haben aber den Kernwaffensperrvertrag unterzeichnet und sich verpflichtet, keine Atomwaffen auf ihrem Territorium zu lagern. Die USA hat darum die seit 70 Jahren besetzten Militaerbasen kurzerhand zu US-Territorium erklaert.
    In den USA leben 59 Mio Buerger von Essensmarken, die USA ist am Ende und muss nun mit totaler Unterdrueckung ihre Vorherrschaft auf dem Planeten durchsetzen. Die Buerger werden enteignet (Armut fuer Alle) und die Politiker sind gefuegig (wer stirbt schon gerne) und wir haben ja bald Olympia zur Unterhaltung der Buerger, die sich alle so wohl fuehen, in ihrer konsumverwoehnten Wohlstandsverwahrlosung.
    Nur weiter so, es kommt ALLES GUT.
    In den USA findet das Puppentheater statt, die linken Demokraten bezichtigen Russland der Cyberspionage, sie haetten rausgefunden und publik gemacht, dass die Demokratische Partei Frau Clinton gegenueber ihrer Mitkonkurrentin vorgezogen hat. Hillary scheint aber auch ein gesundheitlich ernsthaftes Problem zu haben:
    (youtube clinton epileptic):
    https://www.youtube.com/watch?v=YMHOcmDVBP0

    Nun, das ist VW nur ein kleines Problem und ein kleiner Schritt, damit die Wirtschaftslokomitive Deutschland gegenueber den USA zurueckfaellt. Suedkorea ist bloss ein Testgebiet, die gehorchen sicher den USA aufs Wort.
    Das Volk wird nur mit Kleinigkeiten ueber die Medien informiert. Welcher Politiker unternimmt aktiv etwas gegen die Bevormundung?
    Die Welt als Bauernhof, so sieht das aus. Die Buerger sind die Nutztiere, arbeiten, zahlen Steuern und Strafen (ueber Milliarden von den Banken in die USA oder als Klimbusse nach Suedkorea).
  • von Gast#68783
    VW soll den Verkauf seiner Neuwagen dorthin stoppen und erst mal in Ruhe die rechtlichen Vorwürfe mit den Behörden und Gerichten klären.
  • von Gast
    G. Ranftler, wer soll ins Häfen, die VW-Arbeiter oder die Firmenleitung?
  • von gerhardranftler
    Jahrelanges Lügen und Betrügen und dann auch noch hochnäsig sein ???

    Die Ärmsten sind die Arbeiter von VW.
    Jahrelang wurde bei den Arbeiter gespart und jetzt zahlt man mir nichts dir nichts Milliarden €uro Strafe.
    Alle ins Häfen und Schlüssel wegwerfen.