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US-Notenbank lässt Leitzins unangetastet

20:41 Uhr 01.02.2017
Janet Yellen
US-Notenbankchefin Janet Yellen. Foto: Jim Lo Scalzo

Washington (dpa) - Die US-Notenbank Federal Reserve hat erwartungsgemäß ihren Leitzins im Januar unangetastet gelassen. Der Zinssatz liegt seit Dezember vergangenen Jahres in einem Korridor zwischen 0,5 Prozent und 0,75 Prozent.

Obwohl der Arbeitsmarkt in den USA stabil bleibt und sich das Verbrauchervertrauen verbessert hat, werde es auch in Zukunft nur vorsichtige Änderungen am Leitzins geben, teilte der Offenmarktausschuss der Notenbank nach seiner Sitzung am Mittwoch in Washington mit.

Es war die erste Zinsentscheidung der Federal Reserve seit der Amtsübernahme von Donald Trump als US-Präsident. Trump hält den Dollar für zu stark im Vergleich zu ausländischen Währungen wie dem Euro oder dem chinesischen Yuan. Sein Wirtschaftsberater Peter Navarro hatte in der «Financial Times» vor allem Deutschland vorgeworfen, das Währungsgefälle für billige Exporte in die USA auszunutzen.

Trumps expansive Wirtschaftspolitik mit geplanten Stimuli für die Infrastruktur und einem Wachstumsziel von vier Prozent des Bruttoinlandsproduktes würde aber eher dazu führen, dass die Federal Reserve ihren Zins schneller als langsamer erhöhen müsste, um eine Überhitzung zu vermeiden. Damit würde der Dollar noch stärker gemacht. Dies wiederum wäre Gift für Trumps politisches Ziel, das Außenhandelsdefizit der Vereinigten Staaten zu senken.

In US-Medien wurde zuletzt über einen Machtkampf zwischen Trump und Notenbankchefin Janet Yellen spekuliert. Yellen, von Barack Obama berufen und wie Trump aus New York stammend, wird die Fed noch mindestens ein Jahr führen. Danach kann Trump sie ersetzen. Yellen hat jedoch die Option, als einer von mehreren Gouverneuren der Bank weiterzumachen.

Die Notenbank kam zu der Auffassung, die Ziele einer Maximalbeschäftigung sowie einer Inflation von rund zwei Prozent seien in absehbarer Zeit zu erreichen. Yellen hatte in der Vergangenheit signalisiert, es könnte im Jahr 2017 mehrere Zinsschritte geben, um die Inflation rechtzeitig im Zaum zu halten und Blaseneffekte zu verhindern.

Mitteilung der Fed (Englisch)

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News-Diskussion (1 Beitrag)
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  • von cia
    Die Amtseinführung von Donald T ist noch keine 2 Wochen alt, da hat dieser selbstherrlich agierende Staatslenker schon mehr Scherben aufgehäuft als die vergangenen zig Präsidenten vor ihm. Seine Wähler werden Schritt für Schritt erfahren, was ihm in Wahlkampfzeiten niemand geglaubt hat. Nur Profiteure sind seine Klientel - Amerikas Milliardäre.
    Wenn sein Adlatus ihm jeweils in den Nachrichten seine unterschriftsreifen Dekrete vorlegt, dann muss man davon ausgehen, dass dort die eigentliche Politik gerade gemacht wird mit der geliehenen Macht des Präsidenten.
    Wenn am Wochenende die Bundesrichterin mit "You are fired" eliminiert wurde, dann kann sich Frau Jellen schon mal warm anziehen in ihrer so genannten unabhängigen FED. Meines Wissens war die Justiz in Amerika bisher auch unabhängig.