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Watzke sieht erhebliches Wachstumspotenzial bei BVB

16:11 Uhr 21.11.2016
Rauball
BVB-Präsident Reinhard Rauball bei der Mitgliederversammlung. Foto: Bernd Thissen

Dortmund (dpa) - Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund sieht in den kommenden Jahren erhebliche Wachstumspotenziale. Nach einem Rekordumsatz im Geschäftsjahr 2015/16 (30.6.) von 376 Millionen Euro erwartet Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke beim Vize-Meister weiteren Aufschwung.

Als Umsatztreiber könnten sich die neuen Fernsehverträge, Neureglungen in der Champions League und das Merchandising in Fernost entwickeln.

Von den rund 28 Millionen Euro Gewinn der AG will der BVB 5,5 Millionen Euro ausschütten. Das sind 6 Cent je Aktie. «Wir hätten auch mehr Geld ausschütten können», sagte Watzke. Aber der restliche Gewinn werde wie schon zuletzt für Investitionen benötigt.

Allein die TV-Rechte in der Bundesliga sollen ab 2017/18 Einnahmen im mittleren zweistelligen Millionenbereich einbringen. Zudem wurden Rahmenbedingungen für die UEFA-Clubwettbewerbe ab der Saison 2018/19 ausgehandelt, die dem BVB Vorteile bieten können. Die vier Topligen erhalten zukünftig vier feste Startplätze für die Königsklasse. Auch bei der Geldverteilung profitieren die großen Clubs noch mehr als zuvor. Weit über 100 Millionen Euro können dann die Global Player wie der FC Bayern, Real Madrid oder der FC Barcelona zukünftig pro Saison generieren, was einer Verdoppelung der jetzigen Einnahmen gleichkommt. Bei der Neugestaltung habe der BVB an einem Strang mit Bayern München gezogen, sagte Watzke.

Sportlich sieht der Geschäftsführer die Mannschaft nach dem jüngsten Umbruch auf einem guten Weg. «Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir den Höhepunkt dieser Mannschaft noch längst nicht erreicht haben.» Als Grund sieht Watzke nach dem Weggang von Leistungsträgern wie Mats Hummels und Ilkay Gündogan den Neuaufbau mit acht jungen Spielern. Die Mannschaft stehe inzwischen auf Platz drei in der Liga habe sich schon nach vier Spieltagen für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. «Der Verein war noch nie so gut aufgestellt», sagte Watzke.

In der Uefa-Rangliste rangiert Dortmund auf Platz sieben hinter Paris und vor Chelsea. Platz eins belegt Real Madrid vor dem FC Bayern. Nach Mitgliederstärke hat der BVB (144 000) inzwischen Schalke 04 (143 000) überholt und ist die Nummer zwei hinter den Bayern (277 000). International will Watzke von Rang vier auf zwei vorstoßen. Den FC Barcelona und Benfica Lissabon will er überholen. 

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