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Yellen sendet Signale für mögliche Anhebung der Leitzinsen

17:49 Uhr 26.08.2016
Janet Yellen
«Im Lichte der fortgesetzten soliden Situation auf dem Arbeitsmarkt und unseren Prognosen für die volkswirtschaftliche Aktivität und die Inflation glaube ich, dass die Argumente für eine Erhöhung der Leitzinsen stärker geworden sind», sagte Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank Federal Reserve. Foto: Jim Lo Scalzo/Archiv

Jackson Hole (dpa) - Die US-Notenbank Federal Reserve will ihre Leitzinsen weiter vorsichtig erhöhen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigten in die richtige Richtung, sagte Fed-Chefin Janet Yellen am Freitag bei der internationalen Notenbanker-Tagung in Jackson Hole.

Die Aussagen Yellens wurden an den Märkten als starkes Signal dafür gewertet, dass möglicherweise noch in diesem Jahr mit einer leichten Zinsanhebung zu rechnen ist. Die nächste Möglichkeit dazu bestünde am 21. September.

«Im Lichte der fortgesetzten soliden Situation auf dem Arbeitsmarkt und unseren Prognosen für die volkswirtschaftliche Aktivität und die Inflation glaube ich, dass die Argumente für eine Erhöhung der Leitzinsen stärker geworden sind», sagte Yellen bei der jährlichen Tagung von Notenbankern aus aller Welt in Jackson Hole (Wyoming). Der Dax zog nach den Aussagen Yellens leicht an.

Sie versicherte jedoch, die Federal Reserve werde sich in ihren geldpolitischen Entscheidungen weiterhin von den tatsächlichen Wirtschaftsdaten und nicht von Prognosen leiten lassen. Das Wirtschaftswachstum in den USA hinkt derzeit hinter den Prognosen leicht zurück. Die Geldpolitik der Fed müsse robust bleiben, auch für künftige Schocks gerüstet sein, sagte sie.

Am Freitag hatte das US-Wirtschaftsministerium ein auf das laufende Jahr hochgerechnetes Wachstum von 1,1 Prozent bekanntgegeben. Arbeitsmarkt und Inflation tendierten jedoch in Richtung der Zielvorgaben, sagte Yellen. «Auch wenn das Wirtschaftswachstum nicht besonders schnell war - es war ausreichend, um die Situation am Arbeitsmarkt zu verbessern», sagte Yellen. In den vergangenen drei Monaten seien durchschnittlich jeweils 190 000 Jobs hinzugekommen.

Die Federal Reserve hatte ihren Leitzins zuletzt im Dezember vergangenen Jahres erhöht. Er liegt derzeit auf einem Zielniveau von 0,25 bis 0,5 Prozent. Zuvor hatte ihn die Zentralbank im Zuge der Finanzkrise jahrelang bei praktisch Null belassen. Die Fed hatte für das Jahr 2016 bis zu vier Zinserhöhungen angedeutet, jedoch bislang keine realisiert. Die nächste Möglichkeit dazu bestünde bei der Sitzung des Offenmarktausschusses am 21. September. Viele Experten gehen jedoch eher von einer weiteren Anhebung des US-Leizinses erst im Dezember aus.

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