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„Kauf und Liegenlassen – keine gute Strategie“

10:57 Uhr 14.09.2017

Hin und Her wogt der Streit unter Anlagestrategen, ob man einfach Aktien kauft und dann liegen lässt, oder ob es besser ist das Risiko aktiv zu steuern und Verlustphasen möglichst auszuschalten.

Für Oliver Lintner, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Finabro aus Wien, ist die Entscheidung klar: „Selbst wer jahrelang in einen Aktiensparplan anlegt, hat immer wieder Phasen, in denen er auf Anfang zurückgeworfen wird.“ Deshalb sei es besser, die großen Verlustphasen zu vermeiden: „Denn Verluste, die man nicht hat, muss man auch nicht aufholen.“ Diesen Ansatz verfolgt die österreichische Vermögensverwaltung in seinen Anlagen, traditionell und mit digitaler Unterstützung. „Nach der Grundallokation steuern wir das Portfolio mit einem eigen entwickelten Momentumsansatz“, erklärt Lintner. Bei der Auswahl der Instrumente achte man zudem auf niedrige Kosten, wie sie die ETFs haben. Als Alternative zum Wertpapierdepot könne der Anleger auch fondsgebundene Lebensversicherungen in Auge fassen, aber sollte darauf achten, dass diese kostengünstige ETF nutzen. Christian Bimüller, beim Anbieter iShares für den Vertrieb an Banken und traditionellen wie digitalen Vermögensverwaltungen zuständig, berichtet: Immer mehr Versicherungen auch in Deutschland bieten inzwischen solche kostengünstigen Lösungen an.“

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