Wallstreet:Online (aktueller Kurs: 25,40 Euro) - Update und TENBAGGER-Szenario

vom 01.07.2021, 11:18 Uhr
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Wallstreet:Online – So wird diese

Aktie zum nochmaligen TENBAGGER

In den letzten zwei Jahren ging es für die Aktie des Finanzdienstleisters Wallstreet:Online steil bergauf. Nun stellt sich die Frage, wie es weitergeht und ich erkläre an dieser Stelle, warum diese Wachstumsperle aus meiner Sicht das Zeug zum nochmaligen TENBAGGER (Verzehnfacher) hat.  

Das Potenzial ist riesig und wird kaum wahrgenommen

Nun kommen wir erst einmal zum Stammgeschäft. Das Portalgeschäft mit den beliebten Finanzseiten wie finanznachrichten.de, wallstreet:online.de, boersennews.de oder ariva.de boomt und kann teilweise die Werbeanfragen kaum bedienen. So sind die Werbeplätze auf Monate hinweg ausgebucht. Auch die Seitenaufrufe und die Kundenzahlen nehmen von Monat zu Monat immer weiter zu, so dass sich auch die Preise für die Werbeplätze erfreulich entwickeln. Dieser Cashflow, der hier generiert wird, wird in die Wachstumsstrategie investiert, was sich in den kommenden Jahren mehr als auszahlt.

Zur Wachstumsstrategie gehört natürlich das Broker-Geschäft. So hat das Management Ende 2019 den Smartbroker ins Leben gerufen und inzwischen die Beteiligung auf über 95% aufgestockt. Die erforderliche BaFin-Genehmigung in diesem Übernahmekontrollverfahren dürfte in den kommenden Wochen hereinflattern. Ich rechne mit Ende Juli, so dass dann auch diese Baustelle geschlossen werden kann.

Kommen wir zum Smartbroker und jetzt wird es interessant. Wie Wallstreet:Online selbst betonte, konnte die Kundenzahl bis Ende März auf rund 135.000 gesteigert werden, aktuell dürften es etwa 160.000 sein. Bis Ende des Jahres rechnet man konservativ mit einer Kundenzahl von 200.000. Es gibt bereits Stimmen, die eine weiter Verdopplung im kommenden Jahr für sehr untertrieben halten. Denn hierzu sollte man bedenken, dass bis Ende des Jahres die angestrebte App entwickelt sein dürfte und auch die Abkoppelung von der DAB Bank mittels einer eigenen Wertpapierhandelsbanklizenz vollzogen sein soll. Konkurrent Trade Republic hat es mit diesem einfachen Geschäftsmodell geschafft, innerhalb eines Jahres nahezu 1 Mio. Kunden einzuwerben. Ich sehe hier keinen erkennbaren Grund, warum der mit vielen Preisen ausgezeichnete Smartbroker nicht zumindest die Hälfte schaffen sollte. Dann würden wir von einer Kundenzahl von 700.000 bis Ende 2022 sprechen. Die Kunden werden derzeit sowohl bei Scalable als auch bei Trade Republic zwischen 4.000 und 5.000 Euro je Kunde bewertet. Auch hier differenziere ich zwischen einer konservativen (2.000 Euro je Kunde) sowie einer optimistischen (4.000 Euro) Variante. Hierzu nur ein Hinweis: Die Qualität der Kunden ist beim Smartbroker deutlich höher, denn im Durchschnitt liegen die Einlagen pro Kunde bei knapp 30.000 Euro. Im Vergleich hierzu kommt beispielsweise Trade Republic gerade einmal auf 5.000 Euro je Kunde.

Aktuelle Bewertung ist selbst bei

konservativster Berechnung völlig absurd

Bei meinem Berechnungsmodell gehe ich wie folgt vor: Zum einen werde ich den Status Quo berechnen, das konservative sowie das optimistische Szenario skizzieren, wobei ich das boomende Portalgeschäft mit 150 Mio. Euro ansetze.  

Status Quo konservativ:   200.000 Kunden x 2.000 Euro = 400 Mio. Euro

                                            400 Mio. Euro + 150 Mio. Euro = 550 Mio. Euro

                                            36,70 Euro je Aktie

Status Quo optimistisch:  200.000 Kunden x 4.000 Euro = 800 Mio. Euro

                                            800 Mio. Euro + 150 Mio. Euro = 950 Mio. Euro

                                                63,30 Euro je Aktie

Szenario 2022 konservativ: 400.000 Kunden x 3.000 Euro = 1,2 Mrd. Euro

                                            1,2 Mrd. Euro + 150 Mio. Euro = 1,35 Mrd. Euro

                                            90 Euro je Aktie

Szenario 2022 optimistisch: 700.000 Kunden x 3.000 Euro = 2,1 Mrd. Euro

                                            2,1 Mrd. Euro + 150 Mio. Euro = 2,25 Mrd. Euro

                                            150 Euro je Aktie

In diesen einzelnen Szenarien sind noch keine zusätzlichen Möglichkeiten abgebildet, die in Zukunft ebenfalls in Angriff genommen werden könnten. Zum einen ist hier eine Krypto-Handelsplattform zu nennen, zum anderen auch das Anbieten von Versicherungsprodukten und eigens entwickelten strukturierten Finanzprodukten.   

Nun kommen wir zu den Risiken, die ich auf Grund der niedrigen Bewertung für sehr überschaubar halte. Deshalb würde ich es eher als negative Aspekte bezeichnen. Ein negativer Aspekt ist ganz klar die Notiz im ungeregelten Markt. Dadurch ist die Aktie kaum reguliert, es gibt kaum Veröffentlichungspflichten bzgl. Quartalsberichte etc. Ich denke aber, dass auch hier daran gearbeitet wird. Ein zweiter negativer Aspekt ist der geringe Freefloat, der vor allem institutionelle Anleger abschreckt. Rund 60% der Aktien liegen beim Gründer André Kolbinger und dies dürfte sich auch auf absehbare Zeit erst einmal nicht ändern. Dieser negative Aspekt könnte sich aber auch schnell in einen positiven wandeln, wenn diese Story erst einmal am Markt angekommen ist. Denn eine starke Nachfrage nach einem limitierten Produkt wird den Preis in die Höhe schießen lassen und genau das erwarte ich hier.

Fazit: Ich denke zum Zocken eignet sich diese Aktie nur bedingt. Wer hier investiert, sollte dies vielmehr auf Grund der blendenden Aussichten tun. Und aktuell bietet sich hier aus meiner Sicht nochmals eine gute Gelegenheit, um Positionen auf- bzw. auszubauen. Ich bin selbst investiert und werde es auch bleiben. Dieser Artikel ist deshalb nicht als Kaufempfehlung zu verstehen, sondern eher als Hilfestellung für Unentschlossene bzw. bereits Investierte, die auf Grund der Kursschwankungen verunsichert sind.

Werte zum Blogbeitrag
Name Aktuell Diff. Börse
Wallstreet:online 22,70 EUR -1,52 % Lang & Schwarz

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