Wirecard: Markus Braun meldet sich

MDaniel Beitrag vom: 20.04.2020, 10:53 Uhr Leser: 3965

Die Wirecard-Aktie (WKN: 747206 ISIN: DE0007472060) befindet sich weiterhin auf ihrem Erholungskurs. In diesem Monat konnte sie von 99,29 auf 121,58 Euro bereits 22,44 Prozent zulegen. Am 30. April werden die Quartalszahlen verkündet und das lang erwartete Ergebnis der KPMG-Sonderuntersuchung wird veröffentlicht. Heute meldete sich Wirecard-CEO Markus Braun auf Twitter.

Wirecard profitiert

Auf Twitter postete Markus Braun: „Wenn mehr Menschen die kontaktlose Technologie annehmen und sich daran gewöhnen, auf diese Weise zu bezahlen, wird sich das Verbraucherverhalten endgültig ändern.“ Dabei verwies er auf einen Artikel von Bloomberg.

Laut Bloomberg befürchteten immer mehr Menschen sich durch das Berühren von Geld- und Kreditkarten-Terminals mit dem Coronavirus anzustecken. Damit dränge eine einstige Nischentechnologie in den Mainstream.

Die Nutzung kontaktloser mobiler Zahlungsmittel-Dienste, die sich in den USA einst nur mühsam durchsetzen konnten - nehme immer mehr zu. Die Menschen betrachten ihr Handy als die sicherere Art des Bezahlens. Sie nutzen auch an Zahlungen gekoppelte mobile Anwendungen, um Liefer- oder Abholaufträge für Lebensmittel zu erteilen. Das amerikanische Finanzministerium könne sogar Menschen, die kein Bankkonto haben, ihre Coronavirus-Hilfsschecks über mobile Zahlungsdienste wie Venmo erhalten lassen.

Richard Crone, Vorstandsvorsitzender des Forschungsunternehmens für mobile Zahlungen „Crone Consulting LLC“ geht davon aus, dass kontaktlose Zahlungen als Folge der Pandemie weitere 10% bis 20% der Transaktionen in Geschäften und an Geldautomaten erfassen werden. Auch Person-to-Person-Dienste wie PayPal oder Venmo sollten davon profitieren, so Crone.

Es ist leicht zu verstehen woher diese Entwicklung kommt. Selbst wenn Einzelhandelsgeschäfte öfter als je zuvor gereinigt werden - stellt der Umgang mit Bargeld oder die Berührung von Zahlungstastaturen ein tendenzielles Risiko dar. Beim kontaktlosen Bezahlen verknüpft man lediglich ein Bankkonto  mit seinem Telefon und tippt dann das Gerät an einem kontaktlosen Lesegerät an, um die Zahlung auszulösen.

Laut einer im April von der Strawhecker Group und der Electronic Transactions Association veröffentlichten Umfrage unter 361 Unternehmen haben bereits 27% der US-Kleinunternehmen einen Anstieg der Kunden, die Dienstleistungen wie Apple Pay nutzen, verzeichnet. Hiervon wird auch Wirecard maßgeblich profitieren.

Du musst angemeldet sein. Login / Registrieren

Werte zu diesem Blogbeitrag

Name Aktuell Diff. Börse
Wirecard 0,79 -4,80 % Lang & Schwarz

Disclaimer: Die hier angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die Informationen ersetzen keine, auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen. Die Markets Inside Media GmbH hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss und vor Veröffentlichung der Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Autoren wie z.B. Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen, Unternehmen. Infolgedessen können die Inhalte der Beiträge auch nicht von Anlageinteressen der Markets Inside Media GmbH und / oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen, Unternehmen gehören nicht der Redaktion der Markets Inside Media GmbH an. Ihre Meinungen spiegeln nicht notwendigerweise die Meinungen und Auffassungen der Markets Inside Media GmbH und deren Mitarbeiter wieder. Ausführlicher Disclaimer