Wirecard und KPMG: So geht es weiter

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MDaniel Beitrag vom: 04.05.2020, 08:57 Uhr Leser: 1474

Nachdem Wirecard den langersehnten KPMG-Bericht veröffentlichte, folgte nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Der Sonderprüfungs-Bericht ließ viele Fragen offen und die Wirecard-Aktie stürzte stark ein. So verlor sie über 30 Prozent und steht derzeit noch bei etwa 91,49 Euro. Doch der Bericht ist weiterhin im Fokus und die Ergebnisse haben weiterhin Auswirkungen auf die Jahresabschlussergebnisse für das letzte Jahr.

Jahresabschluss

Der Termin der Jahresfinanzberichts wird verschoben. Nachdem der Termin bereits im vornherein mehrmalig verschoben wurde, soll die Präsentation nun erst am 4. Juni stattfinden. Hierfür ist insbesondere der KPMG-Bericht verantwortlich. Die EY-Wirtschaftsprüfer müssen die Aussagen noch in den eigenen Abschluss mit aufnehmen. Hier könnte es spannen werden, wie das Urteil hierüber ausfällt. EY prüfte auch die Abschlüsse der vorhergehenden Jahre und wird das eigentliche Urteil fällen.

Die Hauptversammlung ist für diesen Juli angekündigt, auch hier werden die Ergebnisse wohl eine wichtige Rolle spielen.

Vertrauen

Nach dem schwachen Prüfergebnis hat das Wirecard-Management unter der Führung von Markus Braun enormes Vertrauen verspielt. Investoren werden bezüglich der Glaubhaftigkeit von Berichten vorerst misstrauisch bleiben. Außerdem lässt der Bericht genug Raum für Spekulationen.

KPMG-Ergebnisse

Obwohl Wirecard eine starke Wachstumsprognose für das aktuelle Jahr und auch langfristig hat und mit immer neuen, starken Partnern aufwarten kann, wurde die Aktie schwer abgestraft. Die mangelhaften Ergebnisse der Sonderprüfung haben das Vertrauen zu sehr erschüttert. Die Glaubhaftigkeit des Unternehmens hat stark gelitten, so dass auch das glänzende operative Geschäft vorerst in den Hintergrund rückt.

 

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