BERLIN (dpa-AFX) - In deutschen Kliniken müssen immer mehr Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Die Zahl stieg nach Angaben des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) am Sonntag auf mehr als 3000. Laut Divi-Tagesreport kamen 93 Intensivpatienten hinzu, somit befinden sich nun 3034 Menschen wegen Corona in intensivmedizinischer Behandlung. Innerhalb von zwei Wochen stieg die Zahl um rund 1000.

Der Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, hatte am Samstag auf Twitter von einer "eingeschränkten Betriebsfähigkeit" der Intensivstationen gesprochen. "Die Mitarbeiter:innen rackern gerade weg, was sie können, aber sie sind zunehmend am Limit", schrieb Karagiannidis. In der rbb-"Abendschau" warnte der Mediziner: "Uns rennt im Moment wirklich die Zeit davon." Auf den Intensivstationen lägen zum "allergrößten Teil" Ungeimpfte. Zunehmend gebe es hier aber auch doppelt Geimpfte - dies seien aber vielfach ältere Menschen sowie Patienten mit Medikamenten, die das Immunsystem dämpften./shy/DP/he