CALW/LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - Starkregen, Hagel und Überschwemmungen: Wegen heftiger Gewitter im Südwesten sind viele Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei am Abend ausgerückt. Besonders der Kreis Calw ist den Angaben zufolge betroffen. Ein Sprecher der Polizei Pforzheim bestätigte der Deutschen Presse-Agentur überflutete Straßen, überlaufende Gullydeckel und Erdrutsche in der Gemeinde Altensteig.

Dr Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands Calw, Udo Zink, sprach von ziemlich heftigen Überschwemmungen. Der Süden und Osten des Kreises seien besonders betroffen. Bäume würden auf Straßen und Gleisen liegen, Keller seien vollgelaufen. Die Leitstelle sei personell verstärkt worden. Er sprach von 150 Einsätzen in zwei Stunden. Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Wie heftig die Schäden und Ausmaße des Unwetters sind, war zunächst unklar.

Die Deutsche Bahn meldete auf Twitter, dass ein Baum zwischen Stuttgart und Ulm auf dem Gleis liege. Fernverkehrszüge würden zurückgehalten und nach Möglichkeit umgeleitet, es komme zu Haltausfälle.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Abend vor "teils extremem Unwetter" im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb und vor Hagelkörnern mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern. Von der Schweiz her ziehe ein weiterer Gewitterkomplex Richtung Bodensee und Oberschwaben - mit Großhagel und heftigem Starkregen von 30 bis 40 Litern pro Quadratmeter.

Auf Autobahnen in Rheinland-Pfalz kam es während eines Unwetters zu mehreren Unfällen mit Verletzten. Auf der A3 und der A48 habe es am späten Nachmittag infolge des Starkregens im Bereich der Autobahnpolizei Montabaur sieben Unfälle gegeben, teilte die Polizei mit. Das Wetter sorgte am Abend auch im Bereich der Bundesstraße 260 Bad Ems-Koblenz für Probleme. Dort wurden Straßenabschnitte überflutet, wie die Polizei mitteilte. Die Feuerwehr in Koblenz meldete am Abend Unwetter-Einsätze im gesamten Stadtgebiet./poi/DP/men