ROM (dpa-AFX) - Wegen der stark gestiegenen Ölpreise will der italienische Ölkonzern Eni mehr Geld an seine Aktionäre ausschütten. Basierend auf einem angenommenen Preis von 80 bis 90 US-Dollar pro Barrel der Nordseesorte Brent in diesem Jahr solle die Dividende auf insgesamt 0,88 Euro je Aktie steigen, teilte der Konzern am Freitag im Rahmen seines Kapitalmarkttags in Rom mit. Das wären 2 Cent mehr. Außerdem sollen Aktien im Wert von 1,1 Milliarden Euro zurückgekauft werden. Die Aktien geriet dennoch unter Druck und fiel bis zum Nachmittag um dreieinhalb Prozent

Sollte der Ölpreis auf über 90 Dollar je Barrel (159 Liter) steigen, plant Eni, weitere Rückkäufe in Höhe von 30 Prozent der damit verbundenen zusätzlichen Barmittelzuflüsse zu tätigen. Derzeit kostet ein Barrel der Sorte rund 106 Dollar. Mit der Entscheidung, seine Aktionäre an dem Ölpreisboom teilhaben zu lassen, sind die Italiener nicht allein. Fast alle großen Energieerzeuger hatten nach einer erfolgreichen Gewinnsaison ihre Ausschüttungen erhöht.

Eni hat im vergangenen Jahr von den stark steigenden Rohstoffpreisen profitiert. Wie bereits bekannt, erzielte der Konzern 6,1 Milliarden Euro Gewinn. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen wegen der in der Corona-Krise zunächst eingebrochenen Rohstoffpreise und hoher Abschreibungen noch 8,6 Milliarden Euro Verlust verbucht./lew/ngu/mis