NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben zu Beginn der neuen Woche leicht nachgegeben. Starke Impulse gab es jedoch nicht. Am Montagmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 39,66 US-Dollar. Das waren 17 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 14 Cent auf 37,19 Dollar.

Der Rohölmarkt steht weiterhin im Spannungsfeld zwischen Nachfragesorgen und höherem Angebot. Auf der Nachfrageseite ist nach wie vor fraglich, wie sich die Corona-Pandemie weiter entwickeln wird und welche Folgen sich daraus für die globale Konjunktur ergeben. Zuletzt sind die Neuinfektionen in vielen Ländern, insbesondere in Europa, wieder gestiegen.

Angebotsseitig steht vor allem der Ölverbund Opec+ im Blick. Der Verbund hatte Anfang August seine Förderung in Hoffnung auf eine anziehende Nachfrage leicht angehoben. In dieser Woche beratschlagt ein hochrangiges Komitee über den weiteren Kurs.

Die Rohstoffexperten der Commerzbank sehen die Zusammenkunft unter keinem guten Stern. Sie verweisen auf die rückläufige Disziplin innerhalb des Verbunds, dass sich die einzelnen Länder an die vereinbarten Förderquoten halten. Die Staaten hatten in der Corona-Krise Fördergrenzen vereinbart, um den im März und April eingebrochenen Erdölpreis anzuheben./bgf/jsl/stk