NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag angesichts wachsender Konjunktursorgen merklich unter Druck geraten. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 115,14 US-Dollar. Das waren 1,22 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 2,70 Dollar auf 107,09 Dollar.

Die insgesamt trübe Stimmung an den Finanzmärkten belastete auch die Ölpreise. Die Sorge vor einer wirtschaftlichen Rezession in wichtigen Ölverbrauchsländern dominiert. Steigende Leitzinsen, die hohe Inflation und Lieferkettenprobleme drücken auf die Konjunktur und könnten so auch die Nachfrage nach Rohöl verringern.

Die Öl-Allianz Opec+ bleibt ihrer Linie einer nur moderaten Öffnung des Ölhahns treu. Das Kartell aus mehr als 20 Staaten werde im August die Förderung um 648 000 Barrel (je 159 Liter) am Tag erhöhen, teilte die Opec+ nach ihrem monatlichen Online-Treffen mit. Immer wieder waren zuletzt Rufe laut geworden, dass die Opec+ mit einem höheren Angebot eine dämpfende Wirkung auf die stark gestiegenen Benzinpreise ausüben soll./jsl/men