NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag gesunken und haben an die leichten Verluste vom Wochenauftakt angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 60,39 US-Dollar. Das waren 55 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 33 Cent auf 51,60 Dollar.

Am Rohölmarkt rückten Nachfragesorgen wieder stärker in den Vordergrund. Ein beherrschendes Thema bleibt der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der die bereits angeschlagene Weltwirtschaft weiter schwächen und die Ölnachfrage belasten könnte. Angebotsrisiken, insbesondere die Krise wegen eines mutmaßlichen Angriffs auf zwei Tanker im Golf von Oman vergangene Woche, treten derzeit etwas in den Hintergrund.

Allerdings bleibt die Sorge vor einer militärischen Eskalation im Nahen Osten am Ölmarkt bestehen. Die USA haben die Entsendung von rund 1000 weiteren Soldaten in den Nahen Osten angekündigt. Russland reagiert besorgt auf US-Pläne. "Dies bereitet uns große Sorgen", sagte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Dienstag in Moskau der Agentur Interfax zufolge./jkr/jsl/jha/