NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag gefallen. Am Markt wurde auf verhaltene Aussagen der US-Notenbank Fed und des Ölverbunds Opec+ verwiesen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Mittag 44,88 US-Dollar. Das waren 49 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 50 Cent auf 42,43 Dollar.

Die Corona-Pandemie sorgt nach wie vor für erhebliche Belastungen am Rohölmarkt. Am Mittwochabend äußerte sich die US-Notenbank abermals sehr verhalten zur konjunkturellen Entwicklung in den Vereinigten Staaten. Diese hänge in hohem Maße von der Bekämpfung der Corona-Krise ab, heißt es im Protokoll zur jüngsten Zinssitzung.

Auch der Ölverbund Opec+, bestehend aus dem Ölkartell Opec und verbündeten Nationen wie Russland, gab sich eher pessimistisch. Das Expertenkomitee JMMC warnte, dass sich die Ölnachfrage langsamer als erwartet von der Corona-Krise erholt habe.

Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg verweist zudem auf die in der vergangenen Woche gesunkene Benzinnachfrage in den USA. Diese liege damit weiterhin rund 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die USA sind das größte Ölverbrauchsland der Welt./jsl/bgf/jha/