NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag ihre leichten Gewinne aus dem frühen Handel eingebüßt. Vor einer mit Spannung erwarteten Rede des US-Notenbankchefs Jerome Powell zeigten sie sich weitgehend unverändert zum Vortag. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Mittag 59,82 US-Dollar. Das waren 9 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 5 Cent auf 55,30 Dollar.

An den Finanz- und Rohstoffmärkten seien die Blicke vor allem auf die amerikanische Kleinstadt Jackson Hole gerichtet. Auf der dortigen Notenbankkonferenz werden Hinweise auf die Geldpolitik der amerikanischen Zentralbank Fed erwartet. Der Vorsitzende der Fed wird sich am Nachmittag öffentlich äußern.

Nachdem die Fed ihren Leitzins Ende Juli erstmals seit der großen Finanzkrise reduziert hat, sind die Erwartungen hoch. Anleger rechnen damit, dass die Fed ihre Geldpolitik schon Mitte September weiter lockert. Die Geldpolitik der US-Notenbank ist von großer Bedeutung für die globale Konjunkturentwicklung und damit auch für die Nachfrage nach Rohöl.

"Optimistischere Aussagen zur Konjunkturentwicklung würden die Ölpreise steigen lassen, pessimistischere dagegen für Verkaufsdruck sorgen", sagte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank./hossah/jkr/bgf/jha/