NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag etwas gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Mittag 71,58 US-Dollar. Das waren 27 Cent mehr als am Vortag. Der Brentpreis notierte damit nur knapp unter seinem am Donnerstag erreichten Zweijahreshoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte am Freitag um 28 Cent auf 69,09 Dollar zu.

Am Donnerstag hatten die Rohölpreise mehrjährige Höchststände markiert, waren im Verlauf des Tages aber zurückgefallen. Für Belastung sorgte vor allem der auf breiter Front stärkere Dollar. Ein starker Dollar verteuert Rohstoffe, die international in der amerikanischen Devise gehandelt werden. Dies dämpft häufig die Nachfrage aus Ländern außerhalb des Dollarraums.

Für Unterstützung sorgt hingegen nach wie vor die verbesserte Corona-Lage in großen Verbrauchsländern wie den USA oder China. Auch in Europa hat sich die Lage in vielen Ländern entspannt. Die Experten der Commerzbank sprechen von deutlichen Anzeichen für eine "kräftige Nachfrageerholung". In asiatischen Ländern und in Südamerika ist die Virus-Situation hingegen wesentlich angespannter. Eine weitere Verschärfung dort könnte auch den Ölmarkt belasten./jsl/bgf/jha/