NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag merklich gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 62,55 US-Dollar. Das waren 1,04 Dollar mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 78 Cent auf 53,19 Dollar.

Gestützt wurden die Rohölpreise durch die Hoffnung auf eine Einigung im Haushaltsstreit in den USA. Wenige Tage vor Fristablauf für einen möglichen neuen "Shutdown" liegt ein Vorschlag eines parteiübergreifend zusammengesetzten Verhandlungsteams auf dem Tisch. Bis zuletzt war aber unklar, ob US-Präsident Donald Trump der Einigung zustimmt. Hauptstreitpunkt sind Mittel für die von Trump befürwortete Grenzmauer zu Mexiko. Trump äußerte sich bisher noch nicht zur Einigung. Die USA sind der größte Ölverbraucher der Welt.

Marktbeobachter erklärten den Anstieg der Ölpreise außerdem mit Aussagen des Ölministers von Saudi-Arabien, Khalid Al-Falih. Der hatte in einem Interview mit der "Financial Times" einen stärkeren Rückgang der Fördermenge als bisher bekannt angekündigt. Demnach werde die saudische Produktion im kommenden Monat auf bis zu 9,8 Millionen Barrel pro Tag sinken. Damit würde das führende Opec-Land weniger Öl fördern als im Dezember bei einem Treffen des Ölkartells beschlossen.

Im Fokus steht außerdem der Handelsstreit zwischen den USA und China. In dieser Woche wollen zwei hochrangige Delegationen in Peking über eine Annäherung verhandeln. Die Zeit drängt, weil Anfang März höhere US-Strafzölle auf chinesische Waren in Kraft treten sollen./jsl/zb