NEW YORK/LONDON(dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch moderat gestiegen. Beobachter nannten die immer noch größtenteils ausgesetzte Förderung im Golf von Mexiko als Grund. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 72,22 US-Dollar. Das waren 53 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 63 Cent auf 68,98 Dollar.

Die Folgen des schweren Hurrikans Ida führten zu einem kurzfristig stärker angespannten Ölmarkt, erklärten die Rohstoffexperten der Commerzbank. Noch immer seien etwa 80 Prozent der Ölförderung in der US-Golfregion ausgesetzt. Bis zur vollständigen Normalisierung dürften noch einige Wochen vergehen, erwartet Experte Carsten Fritsch. "Der globale Ölmarkt dürfte wegen dieses Ausfalls auf der Angebotsseite kurzfristig stärker unterversorgt sein als bislang erwartet."

Mit dem jüngsten Preisanstieg brechen die Ölpreise aber nicht aus ihrer recht engen Spanne der vergangenen Tage aus. Nach oben werden die Preise begrenzt durch anhaltende Sorgen infolge der vielerorts rapiden Ausbreitung der Corona-Delta-Variante. Unterstützung kommt hingegen durch die zumeist gute Stimmung an den Finanzmärkten. Riskantere Anlagen wie Erdöl profitieren hiervon./bgf/men