NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind zu Beginn der neuen Handelswoche gesunken. Bis zum Mittag haben sie die Verluste aus dem frühen Handel etwas ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostete zuletzt 48,90 US-Dollar. Das waren 35 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 38 Cent auf 45,88 Dollar.

Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung bei den Ölpreisen und verwiesen auf die Kursentwicklung am Devisenmarkt. Der US-Dollar konnte sich am Montag von der jüngsten Kursschwäche etwas erholen. Ein steigender Dollar-Kurs belastet in der Regel die Ölpreise, weil er Rohöl außerhalb des Dollarraums teurer macht.

Ende der vergangenen Woche hatte noch eine Einigung der in der Opec+ organisierten Förderstaaten auf eine gemeinsame Förderpolitik den Ölpreisen Auftrieb verliehen. Der Preis für US-Öl war am Freitag zeitweise bis auf 46,68 Dollar je Fass gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Beginn der Corona-Krise im März. Der Ölverbund Opec+ hatte die Fördermenge ab Januar zwar um 500 000 Barrel pro Tag erhöht. Zuvor war am Markt eine stärkere Anhebung erwartet worden./jkr/jsl/stk