Wenn du jetzt gerade beginnst, diesen Artikel zu lesen, dann bedeutet dies sicherlich, dass du zu denjenigen gehörst, die dabei sind, das kapitalistische System für sich auszunutzen. Und dies ist auch gut so. Denn wenn du es nicht tust, läufst du Gefahr, dass es unter Umständen genau umgekehrt läuft.

Statt sich nämlich beispielsweise nur immer über die stetig steigenden Preise aufzuregen, kann man ja durchaus selbst etwas tun. Nehmen wir hier nur einmal die hohen Energie- und Rohstoffkosten. Und ganz speziell die wieder weiter ansteigenden Benzinpreise. Anstatt sich zu darüber zu ärgern, könnte es wesentlich sinnvoller sein, auf die Aktien der Ölmultis zu setzen. Warum nicht zum Beispiel auf diese beiden?

Chevron

Als Erster auf der Liste steht heute der amerikanische Ölkonzern Chevron (WKN: 852552). Das Unternehmen mit Sitz in San Ramon (Kalifornien) zählt mit einer Marktkapitalisierung von fast 200 Mrd. US-Dollar zu den Schwergewichten im Energiesektor. Chevron ist weltweit in über 180 Ländern aktiv und bezeichnet sich laut eigenen Angaben als einen der größten Produzenten von geothermischer Energie.

Blickt man auf die Gewinnbeteiligung von Chevron, so könnte man annehmen, dass sie in der Lage wäre, den Ärger über hohe Spritpreise etwas abzumildern. Derzeit erhalten Investoren jedes Quartal eine Dividende von 1,29 US-Dollar je Aktie. Dies entspricht auf ein Jahr hochgerechnet 5,16 US-Dollar je Anteilsschein. Mit diesem Wert lässt sich beim aktuellen Kurs der Chevron-Aktie eine Dividendenrendite von fast genau 5 % ermitteln.

Man sollte vielleicht noch wissen, dass Chevron schon seit über 100 Jahren eine Dividende ausschüttet. Und auch wenn sie im Moment schon seit fünf Quartalen nicht erhöht wurde, kann man doch mehr oder weniger regelmäßige Steigerungen erkennen. Allein in den letzten zehn Jahren ging es mit der jährlichen Ausschüttung um 67 % nach oben.

Die Aktie von Chevron hat den Kurseinbruch vom März letzten Jahres hinter sich gelassen und klettert wieder Schritt für Schritt aufwärts. Mit 103,26 US-Dollar (19.04.2021) notiert sie aktuell knapp 24 % höher als noch vor einem Jahr. Und sollte der Ölpreis weiter anziehen, spricht hier meines Erachtens nichts gegen eine weitere Kurserholung. Wer sich, um ein wenig den Preisschock an der Tankstelle zu reduzieren, eine aktuell recht hohe Dividende sichern möchte, könnte also eventuell mit der Chevron-Aktie gerade fündig geworden sein.

Exxon Mobil

Der US-Konzern Exxon Mobil (WKN: 852549) ist, gemessen an seinem Börsenwert von 234 Mrd. US-Dollar, nicht nur noch etwas größer als Chevron, sondern derzeit sogar die weltweite Nummer eins der Branche. Und mit seinen rund 70.000 Mitarbeitern zählt er somit zu den weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Mineralöl, Erdgas und Petrochemie.

Leider musste Exxon Mobil im letzten Jahr eine Serie unterbrechen, die sehr lange angehalten hatte. Und zwar war es das erste Jahr seit 1982, in dem der Konzern seine Dividende nicht wie gewohnt angehoben hat. Aber es hätte für die Investoren auch schlimmer kommen können. Denn schließlich wurde die Ausschüttung ja nicht etwa gekürzt, sondern lediglich auf dem vorher erreichten Niveau belassen.

Aktuell erhalten die Aktionäre von Exxon Mobil so eine Quartalsdividende von 0,87 US-Dollar je Anteilschein. Und dies bedeutet, dass die Investoren derzeit für einen Zeitraum von zwölf Monaten insgesamt eine Gewinnbeteiligung von 3,48 US-Dollar je Aktie vereinnahmen können. Vor zehn Jahren waren es an dieser Stelle allerdings noch 1,85 US-Dollar Dividende, die pro Jahr und Aktie vom Unternehmen gezahlt wurden. Wir können in diesem Zeitraum also insgesamt einen Anstieg der Ausschüttung von 88 % erkennen.

Da sich die Aktie von Exxon Mobil bereits seit Anfang November letzten Jahres in einer Aufwärtsbewegung befindet, ist die Dividendenrendite von ihrem hohen Niveau etwas zurückgekommen. Doch beim aktuellen Kurs der Papiere von 55,29 US-Dollar (20.04.2021) beträgt sie immer noch sehr ansehnliche 6,29 %. Auch als Besitzer der Exxon-Mobil-Aktie muss man sich also nicht unbedingt bei jeder Fahrt zur Tankstelle ärgern. Denn die Dividende, die man erhält, könnte ja durchaus für die eine oder andere Tankfüllung genutzt werden.

Der Artikel Ärgerlich über hohe Spritpreise? Die Dividenden von Exxon Mobil und Chevron könnten hier für Ausgleich sorgen! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Andre Kulpa, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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