KÖLN (dpa-AFX) - Kinder- und Jugendärzte fordern von der zukünftigen Bundesregierung einen besseren Schutz der jungen Generation vor der fortschreitenden Klimaerwärmung. "Wir appellieren an die künftige Bundesregierung, alles Notwendige dafür zu tun, die verursachenden Treiber des Klimawandels zu begrenzen, aber auch ganz konkret Kinder und Jugendliche vor den Gefahren durch den Klimawandel zu schützen", heißt es in einer Mitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte am Dienstag. Bereits heute sei die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durch den Klimawandel belastet.

Das frühe Erleben von Naturkatastrophen erhöhe das Risiko von akuten psychischen Belastungen von Kindern. Hohe Ozonwerte durch Abgase und zunehmende Sonneneinstrahlung können Asthma und Bronchitis auslösen und verstärken, teilte der Verband mit. Aufgrund von Hitze leiden junge Menschen eher an Austrocknung und Hitzschlag. In den längeren Sommermonaten können sich auch Zecken und Mücken weiter ausbreiten und Krankheiten übertragen.

Verbandspräsident Thomas Fischbach fordert von der Politik konkrete Hitzeschutzaktions- und Katastrophenschutzpläne: "Ändert sich jetzt nicht schnell etwas, werden die Kinder von heute in ein paar Jahren mit aller Wucht die Untätigkeit der politisch Verantwortlichen mit ihrer Gesundheit bezahlen müssen."/slb/DP/ngu