BERLIN (dpa-AFX) - Noch im Flugzeug sollen Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten nach ihren Kontakten befragt werden - so lautet ein Vorschlag der Bundesvorsitzenden des Ärzteverbandes "Marburger Bund", Susanne Johna. So könne man einen Zettel an alle Mitreisenden verteilen und bitten, ihn auszufüllen, sagte sie am Freitag in einem Interview mit "SWR Aktuell". Anhand der erhobenen Informationen könnten dann an den Abstrichzentren mögliche Risiken ausgemacht werden.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten am Freitag über den Umgang mit Reiserückkehrern. Im Raum stehen verpflichtende Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten. "Man muss sich klarmachen, dass ein solcher Test - auch wenn das Testergebnis negativ ist - eine Momentaufnahme ist und keine hundertprozentige Sicherheit geben kann", sagte Johna. Denn die Inkubationszeit sei länger, Ansteckungen direkt vor der Anreise würden bei so einem Test nicht angezeigt.

Wenn man hunderprozentig sicher sein wollte, müssten etwa Rückkehrer nach drei oder vier Tagen in Quarantäne einen erneuten Test machen. "Aber uns muss auch klar sein, dass es eine hundertprozentige Sicherheit gar nicht geben kann" sagte sie./gba/DP/eas