Die Aktie der Österreichischen Post (WKN: A0JML5) können wir wohl durchaus als Hochkaräter unter den Dividendenperlen bezeichnen. Nachdem die Anteilsscheine inzwischen einige Jahre eine konsequente Dividende auszahlen, sind zuletzt 2,08 Euro an die Investoren ausgezahlt worden. Bei dem aktuellen Aktienkurs von 28,70 Euro (30.12.2020, maßgeblich für alle Kurse) entspräche das einer Dividendenrendite von 7,24 %.

Ist das eine attraktive Möglichkeit, ein attraktives passives Einkommen mit begrenztem Einsatz aufzubauen? Ja, möglicherweise. Trotzdem existieren einige Dinge, die ich 2021 beobachten werde. Hier sind jedenfalls zwei wichtige Dinge, die ich in den nächsten zwölf Monaten auf dem Schirm haben werde.

Österreichische Post: Was ist mit der Dividende?

Zunächst einmal: Die Dividende der Österreichischen Post ist, wie ihre Höhe zeigt, nicht sonderlich nachhaltig. Im letzten Geschäftsjahr 2019 lag das Ausschüttungsverhältnis bereits deutlich über 90 %. Ein Wert, der natürlich so manche Alarmglocken schrillen lässt. Möglicherweise ist die Höhe der Dividende hier in Gefahr.

Bedenken sollten Foolishe Investoren außerdem, dass das Geschäftsjahr 2020 weniger erfolgreich gewesen ist. Bedingt durch den Aufbau der bank99 und ein schwächeres Post-Geschäft sind die Ergebniskennzahlen teilweise deutlich rückläufig gewesen. Das Konzern-EBIT beispielsweise lag 37,4 % unter dem Vorjahreswert. Wobei das dritte Quartal mit einem Wert von 33,2 Mio. Euro wieder ca. 48 % über dem Vorjahreswert gelegen hat.

Besorgniserregend ist jedoch gleichsam, dass der operative freie Cashflow laut Angaben des Unternehmens in den ersten neun Monaten „unter dem Niveau des Vorjahres“ liegt. Möglicherweise wird es daher eng für die Dividende.

Sollte das vierte Quartal daher kein besonders herausragender Erfolg werden, so müsste die Dividende entweder aus der Substanz gezahlt oder aber gesenkt werden. Das ist jedenfalls für mich ein beobachtenswertes Zwischenergebnis, das wir nach den ersten neun Monaten des letzten Geschäftsjahres berücksichtigen sollten.

Geht der Trend weiter zum E-Commerce?

Was wir allerdings auch positiv bei der Aktie der Österreichischen Post berücksichtigen können, ist, dass der E-Commerce zu einem soliden Wachstum führt. Alleine in den ersten neun Monaten lag hier das Wachstum bei 31,9 %. Das könnte mittel- bis langfristig zu einem immer größeren Umsatztreiber werden. Wobei weitere Jahre hier ein solides Wachstum begründen könnten.

Momentan ist zwar das klassische Post-Geschäft noch entscheidender für den operativen Erfolg. Obwohl hier das Volumen lediglich um 9 % zurückgegangen ist, sind die Umsätze schließlich lediglich um 2,4 % gewachsen. Bei diesem Größenvergleich erkennt man möglicherweise die Bedeutung beider Segmente.

Trotzdem dürfte der E-Commerce und das Paket-Geschäft ein Erfolgsmodell für die Zukunft werden. Zumal sich die Österreichische Post mit der bank99 offenbar für eine digitalere Welt wappnet.

Österreichische Post: Spannendes Jahr 2021!

Die Aktie der Österreichischen Post könnte daher in den nächsten zwölf Monaten spannend werden. Rund um die Dividende dürfte es jedenfalls eng werden. Wobei es bereits im letzten Jahr ein wenig knapp geworden ist.

Allerdings, und auch das ist wichtig für das kommende Jahr: Operativ könnte es weiteren Raum für eine bessere Zukunft geben. Immerhin rüstet sich das Unternehmen mit der bank99 und besitzt mit dem Paketgeschäft einen solide wachsenden Geschäftsbereich. In den kommenden Jahren dürfte diese Sparte auch ein möglicherweise weiterhin schwächelndes Briefgeschäft kompensieren. Oder sogar deutlich darüber hinaus kompensieren.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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