Im Jahr 2020 war Investieren sicherlich kein Selbstläufer. Wall-Street-Profis und Privatanleger mussten mit dem S&P 500 binnen eines Monats einen Abrutsch von 34 % verkraften. Außerdem gab es dort dieses Jahr die zehn größten Eintages-Punktverluste und die acht größten Eintages-Punktgewinne des Referenzindex aller Zeiten.

Volatilität bedeutet allerdings auch fast immer eine Gelegenheit für Anleger, günstig Geld in starke Unternehmen zu investieren. Das Beste daran ist, dass man kein Millionär sein muss, um an der Wall Street Geld zu verdienen. Solange man einen sinnvollen Plan verfolgt, kann man das Vermögen genauso wie die Profis an der Wall Street vermehren.

Wer 1.000 Euro auf der hohen Kante hat, findet hier drei Aktien, die man die nächsten zehn Jahre halten kann.

Wells Fargo

Eine der einfachsten Möglichkeiten für geduldige Anleger, Geld zu verdienen, besteht darin, sich während einer Rezession in Bankaktien wie Wells Fargo (WKN: 857949) einzukaufen.

Derzeit sieht Wells Fargo nicht unbedingt reizvoll aus. Das Unternehmen versucht, einen Skandal um 3,5 Millionen nicht autorisierte Konten, die zwischen 2009 und 2016 eröffnet wurden, beizulegen. Darüber hinaus wurde das Unternehmen durch niedrigere Zinseinnahmen in Mitleidenschaft gezogen. Da die Federal Reserve versprochen hat, die Zinssätze in den kommenden Jahren nahe den historischen Tiefstständen zu halten, scheint hier erst mal keine Besserung in Sicht.

Wells Fargo zieht allerdings auch wohlhabende Kunden an. Wohlhabende Kunden sind in der Regel weniger beunruhigt von kurzen Problemen der Weltwirtschaft. Das bedeutet, dass sie ihren Kreditverpflichtungen auch nachkommen werden. Sie nehmen zudem eher mehrere Finanzprodukte in Anspruch, etwa Hypothekendienste und Vermögensverwaltung.

Wells Fargo hat außerdem gute Arbeit bei der Digitalisierung geleistet. Dank des verstärkten digitalen Bankgeschäfts und der zunehmenden Nutzung von Apps kann das Unternehmen weiter kostspielige Filialen schließen.

Der Preis von Wells Fargo liegt weit unter dem Buchwert und könnte damit ein interessanter Kauf sein.

Pinterest

Wer hingegen Wachstumstitel sucht, ist bei dem Social-Media-Unternehmen Pinterest (WKN: A2PGMG) gut bedient.

Die meisten sozialen Plattformen haben Wachstumsschwierigkeiten, aber nicht Pinterest. Vor der Pandemie betrug das jährliche Wachstum der monatlich aktiven Nutzer (MAU) 30 %. Während der Pandemie hat sich das Wachstum noch weiter beschleunigt. Pinterest beendete den September mit 442 Millionen MAUs.

Die Mehrheit der neuen MAUs von Pinterest stammen aus internationalen Märkten. Allerdings beträgt der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer (ARPU) außerhalb der USA nur einen Bruchteil dessen, was in den USA erzielt wird. Trotzdem ist das Wachstum beeindruckend.

Pinterest ist eine interessante Schaltstelle. Da die Benutzer von Pinterest bereitwillig teilen, welche Produkte, Dienstleistungen und Orte sie am meisten interessieren, kann Pinterest diese MAUs mit den betreffenden Unternehmen verbinden. Nach Angaben des Unternehmens nutzen 90 % der Nutzer die Plattform, um Kaufentscheidungen zu treffen.

Und wenn erst mal noch Video ins Angebot mit aufgenommen wird, dürfte die Aktie noch mal weiter steigen.

Mastercard

Eine weitere kluge Möglichkeit, 1.000 Euro für das nächste Jahrzehnt einzusetzen, wäre der Kauf des Zahlungsverarbeitungsgiganten Mastercard (WKN: A0F602).

Mastercard ist allerdings keine grundsätzlich billige Aktie, und das wird sie auch nie sein. Das 41-Fache der erwarteten Gewinne zu zahlen, mag schwer zu verkraften sein. Doch Mastercard liefert seinen Aktionären Jahr für Jahr weiterhin gute Ergebnisse.

Die Tatsache, dass das Unternehmen keine Kredite vergibt, macht es zu etwas Besonderem. Auf diese Weise stellt Mastercard sicher, dass es keine direkten negativen Auswirkungen von steigenden Krediten und Kreditausfällen in Rezessionen gibt. So geht Mastercard nicht als Verlierer aus Rezessionen hervor.

Mastercard hält auch den zweitgrößten Anteil am Einkaufsvolumen des Kreditkartennetzes in den USA. Obwohl man nach Visa die zweite Geige spielt, besetzt Mastercard dort immer noch einen lukrativen Anteil von 22 % am Einkaufsvolumen des Kreditkartennetzes. Daher ist der Kauf und Besitz von Mastercard eine logische Wette darauf, dass Verbraucher und Unternehmen im Laufe der Zeit in den USA mehr Geld ausgeben.

Mastercard hat auch außerhalb der USA reichlich Möglichkeiten. Die meisten globalen Transaktionen werden nach wie vor in bar abgewickelt. Somit kann man in Regionen wie dem Nahen Osten, Afrika und Südostasien wachsen.

Investoren können ihre 1.000 Euro auf die nächsten zehn Jahren von Mastercard setzen.

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The Motley besitzt und empfiehlt Aktien von Mastercard, Pinterest und Visa. Sean Williams besitzt Aktien von Mastercard, Pinterest, and Wells Fargo. Dieser Artikel erschien am 2.12.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Sean Williams

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