Möchte man sich als Anleger nicht mit den Minimalzinsen auf Tagesgeld zufriedengeben, gibt es kaum noch Alternativen zu Aktien. Möchte man sich aber auch nicht die Mühe machen, einzelne Unternehmen und deren Aktien zu analysieren, kommen Exchange Traded Funds (ETFs) infrage, die einen Index abbilden. Mithilfe eines ETF kann man an der Entwicklung eines ganzen Index teilhaben. Grund genug, die Performance des DAX über die vergangenen zehn Jahre einmal genauer zu betrachten.

Nicht unbedingt die größten Konzerne im DAX

Der DAX sollte eigentlich die Aktien der 30 größten und liquidesten Unternehmen in Deutschland umfassen. Aufgrund der Regeln sind aber einige riesige Konzerne, wie beispielsweise Airbus (WKN: 938914) mit einem Marktwert von etwa 54 Mrd. Euro, im kleinen Bruder, dem MDAX, gelistet. Dabei ist Airbus mehr wert als alle bis auf sechs der DAX-Konzerne (Stand: 11.09.2020)!

Die Regeln der deutschen Börse zur Aufnahme in den DAX verhindern aber, dass diese Riesen in die erste Börsenliga aufsteigen dürfen. Im Fall von Airbus ist es der in Toulouse liegende Hauptsitz. DAX-Konzerne müssen ihren Hauptsitz in Deutschland haben. Interessanterweise müssen die Konzerne aber nicht in Deutschland tätig sein. Das neueste DAX-Mitglied Delivery Hero beispielsweise hat sein Deutschlandgeschäft vor Jahren verkauft.

Für MDAX-Mitglieder gilt diese Regel allerdings nicht. Daher ist Airbus das mit Abstand größte MDAX-Mitglied. Andere Unternehmen befinden sich nicht im DAX, da nur der Wert der im Streubesitz befindlichen Aktien als Maßstab verwendet wird. Besitzt ein Unternehmen also einen Großaktionär, ist das für die Gewichtung im DAX oder auch die Aufnahme in den Index ein Nachteil. Denn die Aktien im Besitz des Großaktionärs werden nicht berücksichtigt.

10.000 Euro vor 10 Jahren wären heute?

Aber was wäre passiert, wenn man theoretisch vor zehn Jahren 10.000 Euro in einen ETF investiert hätte, der die Ausschüttungen reinvestiert?

Am 11.09.2010 stand der DAX bei 6.214 Punkten. Aktuell (11.09.2020) steht der DAX schon bei 13.205 Punkten! Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg um knapp 8 %! Hätte man nun damals 10.000 Euro investiert und in der Zwischenzeit nichts weiter getan, als abzuwarten, wäre man heute bei einem Wert von knapp 21.250 Euro angekommen!

Mit dem einmaligen Aufwand der Investition hätte man in den vergangenen zehn Jahren also 11.250 Euro verdient! Natürlich müssten da noch Gebühren für den ETF abgezogen werden, die aber normalerweise nur in der Größenordnung von 0,2 % des investierten Kapitals liegen, also in der Gesamtrechnung keine großen Auswirkungen haben sollten.

Diverse Krisen konnten der langfristigen Performance nichts anhaben

Die 8 %, um die der DAX Jahr für Jahr an Wert zugelegt hat, sind umso beeindruckender, wenn man berücksichtigt, was in der Zwischenzeit passiert ist. Die Aktienkurse waren gerade erst dabei, sich von den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise zu erholen. Gleichzeitig begann die europäische Schuldenkrise langsam ihre volle Wirkung zu entfalten. Und dann darf man natürlich nicht vergessen, dass es erst vor einem halben Jahr zu einem gewaltigen Kurssturz kam.

Innerhalb nur eines Monats ist der DAX von seinem Mitte Februar erreichten Allzeithoch bei 13.795 Punkten auf den tiefsten Stand des Jahres bei nur noch 8.255 Punkten abgestürzt. Der Absturz um satte 40 % war aber fast genauso schnell größtenteils wieder ausgeglichen. An sein Allzeithoch ist der DAX bisher zwar noch nicht wieder herangekommen, aber das ist nur eine Frage der Zeit.

Wenn man jetzt 10.000 Euro in einen DAX-ETF investiert, stehen die Chancen sehr gut, dass die durchschnittliche jährliche Rendite nach zehn Jahren bei etwa 8 % liegen wird.

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Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Dennis Zeipert, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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