Angenommen, 10.000 Euro liegen nutzlos auf dem Konto herum. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese 10.000 Euro in den nächsten 15 Jahren benötigt werden, ist gleich null.

Wer sich in dieser Situation wiedererkennt, hat zwei Optionen. Option 1: Das Geld da lassen, wo es ist, und es so der gierigen Inflation zum Fraß vorzuwerfen. Option 2: Das Geld in ETFs (börsengehandelte Fonds) für sich arbeiten lassen.

Für alle, die sich mit Option 2 anfreunden können, stellt sich die Frage, welche ETFs für diese Aufgabe geeignet wären. Mit den folgenden fünf ETFs ist man in meinen Augen für die nächsten 15 Jahre bestens aufgestellt.

1. Goldproduzenten

Ja, Gold liegt nur faul in der Gegend rum. Ja, Börsenlegende Warren Buffett mag genau deshalb kein Gold. Alles völlig korrekt!

Doch aus meiner Sicht spricht nichts gegen eine Position in einer Größe zwischen 5 und 10 % des Portfolios, die sich ausschließlich aus Aktien von Goldproduzenten zusammensetzt. Der iShares Gold Producers UCITS (WKN: A1JKQJ) könnte für diesen Zweck eine sehr gute Wahl sein.

Gold, weil niemand heute wissen kann, wie sich die Anleihenmärkte in den nächsten 15 Jahren entwickeln werden. Ab irgendeinem Punkt ist der Tresor samt Burg und Wachpersonal günstiger als der Minuszins.

2. US-Staatsanleihen

Alle reden von Inflation. Aber was ist mit den Schrecken einer Deflation?

Wenn die Preise sinken, dann gerne überall. Gold, Aktien, Immobilien – nichts ist sicher!

Eine kleine Position erstklassiger US-Staatsanleihen könnte in solchen Zeiten Wunder bewirken und für eine sanfte Glättung der Vermögensentwicklung sorgen. Der ETF Vanguard USD Treasury Bond UCITS (WKN: A143JN) könnte für diesen Anwendungsfall genau die richtige Mischung sein.

3. Konsumgüteraktien

Ebenfalls beliebt in Zeiten, in denen Deflation eher zu befürchten ist als Inflation: Konsumgüteraktien.

Abgepackte Lebensmittel, Haushaltsartikel, Erfrischungsgetränke – das klingt natürlich nicht so sexy wie die heiße Tech-Aktie. Doch egal, was kommt: Konsumgüter werden immer nachgefragt und am laufenden Band verbraucht. Einen Autokauf kann man verschieben. Das geht beim Abendessen nicht so gut.

Ein gutes Paket Konsumgüteraktien aus Industrieländern liefert der MSCI World Consumer Staples Index, der zum Beispiel über den ETF Xtrackers MSCI World Consumer Staples Index UCITS (WKN: A113FG) erworben werden kann.

4. Immobilen

Alle reden von Immobilien! Woran erkennst du auf einer Party denjenigen, der sich gerade eine Wohnung oder ein Haus gekauft hat? Er erzählt es dir!

Ein Immobilienkauf ist per se keine schlechte Idee. In Zeiten grassierender Inflation macht sich Betongold für gewöhnlich recht gut.

Doch die Immobilie muss nicht 100 % des Vermögens einnehmen. Eine kleine, aber feine ETF-Position reicht aus meiner Sicht völlig aus, um einen guten Inflationsschutz zu gewährleisten.

Der ETF SPDR Dow Jones Global Real Estate UCITS (WKN: A1J3PB) könnte ein geeigneter Betongoldersatz sein. Eine globale Mischung aus REITs (Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen) und REOCs (Immobilienbetreiber).

5. Saubere Energie

Konsumgüteraktien, die stabil liefern: Abgehakt. Immobilien, Goldproduzenten und US-Staatsanleihen zur Glättung makroökonomischer Ungleichgewichte: Abgehakt.

Eine Mischung, die man eigentlich so stehen lassen könnte. Für den letzten Schliff fehlt nur noch ein echter Trendsetter.

Das kann aus meiner Sicht nur ein ETF aus dem Bereich „Clean Energy“ (saubere Energie) sein. Spätestens nach dem „Green Deal“, mit dem Billionen Euro für den ökologischen Umbau der europäischen Wirtschaft verplant wurden, ist für mich klar: Saubere Energie wird der Megatrend der nächsten 15 Jahre.

Der ETF iShares Global Clean Energy UCITS (WKN: A0MW0M) dürfte von diesem Megatrend profitieren. Gute 20 % des Portfolios würde ich derzeit für einen ETF aus diesem Bereich freihalten.

Wer nicht handelt, wird behandelt

Wer sich die genannten ETFs genauer ansieht, wird feststellen, dass der Wert des einen oder anderen ETF in der Vergangenheit erheblichen Schwankungen unterworfen war. Im Vergleich dazu sind 10.000 Euro, die man einfach so herumliegen lässt, wenigstens „sicher“.

Doch vor der Inflation ist gar nichts sicher. Eine Inflation von 2 % pro Jahr schrumpft die Kaufkraft von 10.000 Euro nach 15 Jahren auf einen Wert, der heute einer Kaufkraft von 7.430 Euro entspricht. Nach spätestens 35 Jahren hat sich 50 % der Kaufkraft in Luft aufgelöst – im besten Fall! Ein paar Jahre Inflationsgalopp und die ach so sichere Bargeldkasse ist im Eiltempo rasiert.

Wer würde unter diesen Umständen nicht lieber jetzt sofort 10.000 Euro in ETFs investieren? Was eine Frage – gekauft und abgehakt!

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Autor: Stefan Naerger, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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