Dieses Jahr ist für uns Investoren nicht unbedingt einfach. Denn wer hätte im März nicht gedacht, dass die Kurse noch viel weiter einbrechen würden? Doch dies ist nicht passiert und die Aktien sind in eine fulminante Gegenbewegung übergegangen, die eigentlich bis heute anhält. Viele Anleger haben jetzt aber Angst einzusteigen, weil sie einen weiteren Crash wegen der Coronapandemie befürchten.

Doch bei der Aktienanlage sollte man besser langfristig denken und kurzfristigen Entwicklungen nicht ganz so viel Bedeutung beimessen. Auch kann es im Moment meiner Meinung nach nicht schaden, sich lieber auf größere Werte zu konzentrieren. Deshalb kommen hier jetzt zwei DAX-Aktien, die in meinen Augen Potenzial bieten.

Bayer

Als Erstes soll es heute um Bayer (WKN: BAY001) gehen, unseren großen deutschen Agrarchemiekonzern. Denn ich finde, das Unternehmen ist in einer interessanten Branche tätig. Und seine Produkte aus den Bereichen Gesundheitsversorgung, Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung sollten sich als recht resistent gegenüber der Coronapandemie erweisen.

Durch die Übernahme des Konkurrenten Monsanto war die Bayer-Aktie mächtig unter Druck geraten. Doch Ende Juni 2019 hatte sie mit einer Turnaround-Bewegung begonnen. Mit einem Kurs von 78,29 Euro erreichte diese am 06.02.2020 ihren vorläufigen Höhepunkt. Denn danach hat die Coronakrise auch im Chart von Bayer deutliche Spuren hinterlassen. Bis auf 47,50 Euro (23.03.2020) ging es im März mit den Papieren nach unten. Aktuell notiert die Aktie von Bayer mit 60,66 Euro (24.07.2020) aber schon wieder deutlich höher.

Am 04.08.2020 wird Bayer seinen Halbjahresbericht veröffentlichen. Darin wird auch die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2020 erläutert. Hier gehen im Vorfeld fünf Analysten von einem Gewinn je Aktie (EPS) von 1,62 Euro aus. Dies würde genau dem Gewinn je Aktie entsprechen, der auch im Vorjahresquartal erwirtschaftet wurde. Für das Gesamtjahr 2020 wird von 22 Analysten ein Gewinn je Aktie von 6,99 Euro erwartet. Dies wäre immerhin eine kleine Steigerung gegenüber dem Vorjahr, wo der Gewinn nur 6,40 Euro je Aktie betrug.

Bei Bayer sind immer noch die Rechtsstreitigkeiten rund um das umstrittene Mittel Glyphosat ein beherrschendes Thema. Doch hier gibt es gute Neuigkeiten. Denn das zuständige Gericht in San Francisco senkte den Betrag, den Bayer an das Krebsopfer Dewayne Johnson zahlen muss, von 289 Mio. Dollar auf nur noch 20,5 Mio. Dollar. Hier hellt sich der Himmel also auf.

Ich traue dem Unternehmen durchaus zu, wieder auf die Erfolgsspur zurückzugelangen. Vor allem wenn das Thema Glyphosat irgendwann nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Spätestens dann sollte auch der Aktienkurs wieder neue Fahrt aufnehmen. Die eine Hälfte der 10.000 Euro würde ich deshalb in Bayer-Aktien investieren.

Münchener Rück

Ein weiterer interessanter DAX-Wert ist meines Erachtens die Aktie des bayerischen Versicherungskonzerns Münchener Rück (WKN: 843002). Im vergangenen Jahr gehörten die Papiere mit einem Anstieg von 40 % zu den fünf besten Aktien im DAX. Dieses Kunststück wird die Münchener Rück dieses Jahr aber vermutlich nicht hinbekommen. Trotzdem gehört sie durchaus zu den solideren deutschen Werten.

Im Zuge der Coronakrise konnte sich die Aktie der Münchener Rück in diesem Jahr eigentlich ganz gut schlagen. Sie setzte zu Beginn des Jahres ihre Aufwärtsbewegung fort und markierte mit 282,60 Euro am 17.02.2020 ihren diesjährigen Höchstkurs. In der darauffolgenden Panik aufgrund der Pandemie ging es in der Spitze dann bis auf 145,75 Euro (18.03.2020) nach unten. Aber ihre anschließende Gegenbewegung war stark. Und so notiert die Münchener-Rück-Aktie heute schon wieder bei 233,90 Euro (24.07.2020).

Obwohl der weltgrößte Rückversicherer im zweiten Quartal coronabedingte Schäden von 700 Mio. Euro zu verbuchen hatte, gab es bei den vorläufigen Zahlen eine Überraschung. Denn die Analysten hatten im abgelaufenen Quartal nur mit einem Nettogewinn von 405 Mio. Euro gerechnet. Doch die Münchener Rück konnte ein zufriedenstellendes Nettoergebnis von 600 Mio. Euro vermelden. Trotzdem sieht der Konzern weiterhin große Unsicherheiten bezüglich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der finanziellen Folgen von COVID-19.

Die Münchener Rück erwähnt aber auch, dass sie aktuell ausgesprochen vorteilhafte Bedingungen für das Geschäftswachstum in ihrem Rückversicherungsgeschäft sieht. Auch ich glaube daran, dass der Konzern die derzeitige Situation meistern wird. Die Münchener Rück bleibt für mich ein Konzern mit Wachstumschancen und Kursfantasie. Für die andere Hälfte der 10.000 Euro würde ich deshalb mit gutem Gewissen Aktien der Münchener Rück erwerben.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Andre Kulpa, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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