Der Aktienmarkt steckt im Jahr 2020 voller Überraschungen. Obwohl Investitionen immer mit Risiken verbunden sind, war dieses Jahr geradezu historisch volatil. Aber egal ob ein Crash bevorsteht oder nicht, es gibt weiterhin einige attraktive Anlagemöglichkeiten.

Trotz Rezession konnten Unternehmen wie der Biotech-Riese Moderna (WKN: A2N9D9) und das Cannabisunternehmen Cresco Labs (WKN: A2PAHM) stark bleiben. Wer sich für eines dieser Unternehmen interessiert, sollte wissen, welche realistischen Wachstumsmöglichkeiten es dort gibt.

Moderna

Die Aktien des Biotech-Unternehmens Moderna haben seit Januar um erstaunliche 268 % zugelegt, obwohl die Aktie mit rund 70 USD immer noch relativ erschwinglich ist. Wall-Street-Analysten erwarten, dass die Gewinne von Moderna in den nächsten fünf Jahren um etwa 17 % pro Jahr wachsen könnten. Das ist eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von etwa 92 % in den nächsten zehn Jahren.

Diese glänzenden Zahlen lassen sich weitgehend darauf zurückführen, dass Moderna gut im Rennen um den Coronavirus-Impfstoff liegt. Der Impfstoffkandidat des Unternehmens, mRNA-1273, gehört zu den wenigen, die derzeit in späten klinischen Studien untersucht wird. Zu den anderen Unternehmen mit Coronavirus-Impfstoffkandidaten, die an Phase-3-Studien am Menschen teilnehmen, gehören Johnson & Johnson und Pfizer.

Die laufende Phase-3-Studie für mRNA-1273 begann Ende Juli. Stand jetzt haben etwa 12.000 Personen bereits ihre zweite Dosis mRNA-1273 erhalten. Die Studie wird in Partnerschaft mit den National Institutes of Health (NIH) und der Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA) durchgeführt. Moderna hat bereits mehrere Lieferverträge für mRNA-1273 abgeschlossen. Dazu gehören ein 1,5 Milliarden USD-Vertrag mit der US-Regierung über bis zu 500 Millionen Dosen mRNA-1273. Außerdem eine Vereinbarung mit Kanada über die Lieferung von bis zu 56 Millionen Dosen des potenziellen Impfstoffs.

Am 29. September veröffentlichte Moderna Daten zu älteren Probanden aus der Phase-1-Humanstudie mit mRNA-1273. Die älteren Probanden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, mit einer Teilnehmerkohorte zwischen 56 und 70 Jahren und einer zweiten Teilnehmerkohorte ab 71 Jahren. Den Testpersonen wurden zwei Dosen mRNA-1273 in zwei Dosisstufen, 25 Mikrogramm und 100 Mikrogramm, mit einem Abstand von 28 Tagen zwischen den Dosen verabreicht.

Die Leitung berichtete, dass die 25-Mikrogramm- und die 100-Mikrogramm-Dosis in jeder Altersgruppe „im Allgemeinen gut verträglich“ waren. Die 100-Mikrogramm-Dosis zeigte jedoch die stärkste Reaktion. Deshalb wurde diese Dosisstufe für die laufende Phase-3-Studie ausgewählt. Dr. Tal Zaks, Chief Medical Officer von Moderna, sagte, dass „die vorläufigen Phase-1-Daten darauf hindeuten, dass mRNA-1273, unser Impfstoffkandidat zur Prävention von COVID-19, bei älteren und älteren Erwachsenen neutralisierende Antikörper in Mengen erzeugen kann, die mit denen jüngerer Erwachsener vergleichbar sind“.

Die Financial Times berichtete im Juli, dass Moderna für jede Kur von mRNA-1273 zwischen 50 und 60 USD verlangen könnte. Das Management sagte kürzlich, dass bis Ende November ein Antrag auf Notfallverwendung bei der FDA gestellt werden könnte.

Seit dem 17. September umfasst die Produktpipeline von Moderna mRNA-1273 sowie vier Produkte in Phase-2-Studien. Moderna hat noch nie einen Impfstoff auf den Markt gebracht, sodass hier ein Erfolg für die Zukunft des Unternehmens enorm wäre. Die Bilanz ließ vor der Pandemie zu wünschen übrig: 2019 meldete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 55 % im Vergleich zum Vorjahr. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 hingegen konnte Moderna seine Einnahmen gegenüber der ersten Hälfte des vergangenen Jahres um etwa 157 % steigern. Die Aktie ist derzeit noch ein ziemlich spekulativer Kauf. Doch er könnte sich auszahlen, wenn der Impfstoffkandidat Früchte trägt.

Cresco Laboratories

Cannabis-Aktien hatten ein hartes Jahr, aber Cresco Labs hat weitaus besser abgeschnitten als die meisten anderen. Der „größte Großhändler von Cannabis-Markenprodukten“, wie das Unternehmen sich selbst beschreibt, wird zu etwa 6 USD pro Aktie gehandelt, knapp unter dem Preis zu Beginn des Jahres. Cresco ist mit 19 Geschäften und 15 Produktionsstätten, die über neun US-Bundesstaaten verteilt sind, eine treibende Kraft in der Branche.

Das Unternehmen kann sich einer Vielzahl von Marken in seinem Portfolio rühmen, darunter Mindy’s Edibles, die Wellness-Marke Remedi und Good News, die eine Vielzahl von Produkten verkauft. Cresco hat eine bedeutende Präsenz in Illinois, wo Marihuana vollständig legalisiert wurde. Am 22. September gab man bekannt, dass man die Genehmigung für das zehnte Geschäft erlangen konnte.

Das Unternehmen hat während der gesamten Pandemie außergewöhnliche Finanzergebnisse mit einem überdurchschnittlichen Wachstum sowohl auf Quartals- als auch auf Jahresbasis erzielt. In den ersten drei Monaten dieses Jahres meldete Cresco Labs einen Umsatzanstieg von 60 % gegenüber dem vierten Quartal 2019. Dieser Q1-Umsatz in Höhe von 66,4 Millionen USD stellte eine 26%ige Steigerung der Einnahmen des Unternehmens in Q1 2019 dar. Dabei sind die Verkäufe im Jahresvergleich um 144 % gestiegen.

Natürlich waren die Investoren eher besorgt, ob die Bilanz von Cresco das zweite Quartal unbeschadet überstehen würde. Während dieses Dreimonatszeitraums, der am 30. Juni endete, meldete Cresco Labs einen Umsatzanstieg von 42 % auf 94,3 Millionen USD gegenüber dem Vorquartal. Das Unternehmen schloss das zweite Quartal mit etwa 71 Millionen USD an liquiden Mitteln und einer Bilanzsumme von 1,2 Milliarden USD ab. Wenn man bedenkt, dass das Unternehmen zum Ende des letzten Jahres nur 49,1 Millionen USD in Cash gemeldet hat, wird deutlich, dass Cresco Labs stark wachsen konnte.

In Bezug auf das hervorragende Quartal des Unternehmens sagte Charles Bachtell, CEO und Mitbegründer von Cresco Labs: „Wir haben den Umsatz in jedem einzelnen unserer US-Märkte sequentiell um mehr als 30 % gesteigert. Ausnahme war Massachusetts, wo der Verkauf für einen Teil des Quartals eingestellt wurde. … Wir beschleunigen unser Wachstum und beginnen, eine beträchtliche Hebelwirkung zu entfalten. Gleichzeitig skalieren wir unseren Betrieb und profitieren von den Investitionen, die wir in den letzten 12 Monaten getätigt haben.“

Die Pandemie hatte also während des Berichtszeitraums nur minimale Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung von Cresco. Das kann man von anderen Cannabis-Aktien wie Aurora Cannabis und Cronos Group nicht behaupten. Zugegeben, der nicht ganz sichere Status der Legalisierung ist weiterhin eine Last für die Branche. Aber die Pandemie hat die Gewinner und Verlierer der Branche immer deutlicher hervortreten lassen. Angesichts der außerordentlichen finanziellen Leistung und des Gewinnwachstums von Cresco Labs in einer der schlimmsten Wirtschaftsrezessionen seit dem Zweiten Weltkrieg ist klar, dass dieses Unternehmen seinen Platz unter den Gewinnern behaupten kann.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Cresco Labs und empfiehlt Aktien von Johnson & Johnson. Rachel Warren besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 4.10.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Rachel Warren

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