Nur weil eine Aktie einen niedrigen Aktienkurs hat, heißt das noch lange nicht, dass es sich um ein Schnäppchen handelt. Es gibt viele Aktien zu unter 10 USD pro Aktie mit miesen Kennzahlen. Oder der Gewinn bleibt aus, oder das Management ist schlecht … Für jedes Start-up, das auf dem Weg nach oben ist, gibt es mehrere Unternehmen, die völlig zu Recht auf unter 10 USD gefallen sind.

Aber es gibt eben auch starke Unternehmen in dieser Preisklasse. Die Aktien sind in dem Fall aufgrund äußerer Einflüsse wie der Pandemie vorübergehend gesunken. Und sie sind in der Lage, sich wieder zu erholen. Hier sind zwei Aktien zu unter 10 USD, die eine Überlegung wert sind.

Investors Bancorp

Investors Bancorp (WKN: A1130V) ist die Holdinggesellschaft der Investors Bank, einer Regionalbank mit Sitz in Short Hills, New Jersey. Mit 155 Filialen ist sie dort die größte Bank, und Marke sowie Präsenz haben ihr einen Vorteil gegenüber den großen Konkurrenten verschafft. Sie konnte nach und nach sowohl in die Vorstädte von New York als auch nach Philadelphia expandieren. In den meisten Fällen durch Übernahmen. Im dritten Quartal erwarb man Gold Coast Bancorp, die Filialen auf Long Island hat.

Die Bank profitiert davon, dass sie in einer der wohlhabendsten Gegenden des Landes führend ist. Der Beweis dafür sind die beständigen Gewinne, die sie in den letzten fünf Jahren mit einem durchschnittlich zweistelligen jährlichen Gewinnwachstum erzielt hat. Im dritten Quartal stieg der Reingewinn im Jahresvergleich um 16 % auf 64 Millionen USD. Die Rückstellungen für Kreditverluste beliefen sich auf nur 8,3 Millionen USD, gegenüber 33 Millionen USD im Vorquartal. Dies ist auf das qualitativ hochwertige Kreditportfolio der Bank mit einem niedrigen Gesamtkreditauslauf von 53 % zurückzuführen. Das bedeutet, dass der durchschnittliche Kreditkunde mehr einzahlt und weniger Kredite aufnimmt, wodurch das Risiko geringer wird.

Die Bank ist unterbewertet, da ihr Schlusskurs von 9,94 USD neulich deutlich unter dem Buchwert von 11 USD pro Aktie lag. Wenn sich die Wirtschaft 2021 und darüber hinaus verbessert, dürfte der Kurs hier ebenfalls fix steigen.

Analysten gehen davon aus, dass der Aktienkurs des Unternehmens in den nächsten zwölf Monaten zweistellig steigen wird. Dank hochwertigem Kreditportfolio, der marktführenden Position und dem ausgezeichneten Cash-Bestand – der von 174 Millionen USD zu Beginn des Jahres auf 557 Millionen USD zum Ende des dritten Quartals gestiegen ist – sollte Investors Bancorp ein Gewinner im Portfolio sein. Jedenfalls sobald die Rezession vorüber ist.

PaySign

PaySign (WKN: A2PJFX) ist ein Anbieter von Prepaid-Karten und Zahlungsverarbeitungsdiensten für kleine und mittlere Unternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Gesundheitswesen und der Pharma-Industrie sowie auf Einzelhandels- und Gastgewerbeunternehmen. Die Karten werden für Anreize und Belohnungen, Zahlungsauszahlungen an Mitarbeiter oder medizinische Zahlungslösungen verwendet.

Blutplasmaspenden sind einer der größten Umsatzträger für PaySign, da Plasmaspender über die PaySign-Karte bezahlt werden. Diese Einnahmen sind während der Pandemie deutlich zurückgegangen, da die Menschen weniger spenden. Infolgedessen verzeichnete das Unternehmen im Quartal einen Nettoverlust, da die Einnahmen aus Plasmaspenden gegenüber dem Vorjahr um 24 % zurückgingen. Ein weiterer Grund für den Nettoverlust war eine Änderung der Bilanzierungspraxis bei der Berechnung der Einnahmen in der pharmazeutischen Industrie. Ohne die Bilanzierungsänderung wären die Einnahmen nur um etwa 4,7 % zurückgegangen. Infolgedessen ist die Aktie in den letzten Monaten um mehr als 50 % gefallen und lag neulich bei knapp über 5 USD pro Aktie.

Das Unternehmen kann auf eine solide Erfolgsgeschichte zurückblicken, die von 2014 bis 2020 jedes Jahr zu steigenden Einnahmen geführt hat. Man hat sich als Anbieter von Prepaid-Karten und Zahlungslösungen eine hervorragende Nische im Gesundheitswesen geschaffen, die langfristig weiterwachsen dürfte, wenn sich die Wirtschaft verbessert und Prepaid-Karten immer häufiger verwendet werden. Die Aktie könnte noch einige Quartale lang Probleme haben, bis ein Coronavirus-Impfstoff auf den Markt kommt. Aber dann sollten langfristig starke Gewinne verzeichnet werden.

Diese beiden Aktien haben mit vorübergehenden makroökonomischen Herausforderungen zu kämpfen. Aber eigentlich sind sie so robust, dass sie aus der Krise gestärkt hervorgehen werden.

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The Motley besitzt keine der angegebenen Aktien. Dave Kovalevski besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 30.11.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Dave Kovaleski, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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