VARTA (WKN: A0TGJ5) eilt von Erfolg zu Erfolg und die Aktie erklimmt immer neue Rekorde. Wer diesen Zug verpasst hat, der wird nun wahrscheinlich auch nicht mehr aufspringen wollen. Aber vielleicht gibt es im Umfeld des Batteriekonzerns interessante Investitionschancen? Ich habe mich mal umgeschaut und bin dabei auf Namen wie Manz (WKN: A0JQ5U) und Exyte gestoßen.

Manz bringt die Fertigungstechnologie

Wenn in Europa von Forschungsprojekten und Pilotlinien zur Fertigung von Batteriezellen die Rede ist, dann ist eigentlich fast immer Manz dabei. Beispielsweise will Custom Cells nun eine flexible Anlage aufbauen, die in der Lage ist, kleinere Serien mit auf die Anwendung zugeschnittenen Merkmalen wirtschaftlich in Großserienqualität herzustellen. Ohne die flexiblen Automaten von Manz wäre das kaum möglich. Ähnlich sieht es beim 2018 begonnenen Projekt „STACK“ aus, wo es um gestapelte Elektrodenbänder in der Zelle geht.

Beim Anfang 2019 gestarteten Projekt DigiBattPro4.0 geht es um die Großserienproduktion von großformatigen Batteriezellen. VARTA hat hier die industrielle Führung übernommen, während im zugehörigen Fraunhofer-Zentrum für Digitalisierte Batteriezellenproduktion untersucht wird, wie man die Prozesse digitalisieren und optimieren kann. Auch wenn Manz hier kein offizieller Partner ist, dürfte das Unternehmen als Technologielieferant beteiligt sein.

VARTA und Manz kennen sich auf alle Fälle bereits gut aus früheren Forschungskonsortien, darunter das Verbundprojekt GIGA-LIB, wo ab 2015 die Grundlagen für eine modular aufgebaute Lithium-Ionen-Zellenproduktion „made in Germany“ gelegt wurden. Am 4. Dezember meldete Manz auch eine steigende Auftragsdynamik im Segment „Energy Storage“. Manz brüstet sich damit, für Wettbewerbsvorteile bei seinen Kunden zu sorgen, weil die Batterien dank der hochautomatisierten Präzisionsfertigung zuverlässiger und leistungsfähiger würden.

Das sind genau die Erfolgsfaktoren, die VARTA für ihre Li-Ion-Knopfzellen reklamiert, um die sich die Kunden aktuell geradezu reißen dank ihrer überlegenen Energiedichte und Langlebigkeit.

Bessere Prozesse durch Engineering-Partner

Die beste Batterietechnik und die schönsten Maschinen helfen nichts, wenn das Gesamtsystem nicht hocheffizient funktioniert. Hier braucht es Automatisierungspartner wie zum Beispiel das Segment System Engineering von thyssenkrupp (WKN: 750000), welche im Projekt EffiForm mit VARTA zusammenarbeitet, oder die Sparte Digital Industries von Siemens (WKN: 723610).

Wer genau was macht bei VARTAs neuen Fertigungslinien, ist mir zwar nicht bekannt, aber ziemlich sicher spielt Exyte aus dem benachbarten Stuttgart eine Rolle, wenn es um das Gesamtkonzept geht, einschließlich der präzisen Klimatisierung und Luftreinhaltung. Dabei handelt es sich um die frühere M+W Group, den international führenden Engineering-Konzern für die Planung und Errichtung von Hightech-Standorten.

Leider ist Exyte nicht börsennotiert, nachdem 2018 ein geplanter IPO abgeblasen wurde. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Schon 2020 könnte der nächste Versuch starten und bis dahin könnte das Management dank der zuletzt guten Geschäftsentwicklung die richtigen Argumente in der Hinterhand haben, um die Aktien erfolgreich zu platzieren.

Schaufel ist Trumpf

Man muss nicht immer auf den erfolgreichen Hersteller des Endprodukts setzen. Der Batteriespezialist VARTA schlägt in letzter Zeit große Wellen, aber auf diesen können genauso Partner und Zulieferer reiten, deren Aktien vielleicht noch nicht so im Rampenlicht stehen. Ein klarer Kandidat dafür ist Manz, wo der Börsenkurs seit Jahren keine Freude mehr macht, aber wo nun – zumindest bei mir – neue Hoffnung aufkeimt, dass sich das lange Warten auf das große Geschäft mit den Batterien bald auszahlen könnte.

Daneben wäre ich auf den möglichen Börsengang von Exyte gespannt, denn deren Know-how dürfte überall auf der Welt auf verstärkte Nachfragedynamik treffen. Weniger gut lässt sich hingegen auf die Automatisierung der Fertigungslinien setzen. Die betreffenden Unternehmen sind entweder in privater Hand oder viel zu groß, als dass dieses spezielle Geschäft eine wesentliche Rolle spielen würde.

Wichtig ist auf alle Fälle, dass wir bei solchen Erfolgsgeschichten wie VARTA gelegentlich die Perspektive weiten, um nicht die besten Investitionsgelegenheiten zu verpassen. Schließlich waren beispielsweise die lukrativsten Smartphone-Aktien keineswegs die Hersteller selbst, sondern die besten Zulieferer von Chip-, Sensor- und Display-Technik.

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Ralf Anders besitzt Aktien von Manz und partizipiert über ein von ihm betreutes Indexzertifikat an der Aktienentwicklung von Siemens. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2019

Autor: Ralf Anders, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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