Es gibt einige Dinge, die benötigen beim Investieren vor allem Zeit, bis man sie wirklich beherrscht. Das umfasst teilweise Basisfaktoren wie das Erkennen wichtiger Kennzahlen in einem Geschäftsbericht oder psychologische Komponenten wie das Aushalten einer Korrektur.

Damit sind wir eigentlich schon beim Thema. Denn heute soll es um drei solcher Dinge gehen, die einfach Zeit benötigen, bis man sie gelernt und verinnerlicht hat. Und die entsprechenden Gelegenheiten, um das teilweise zu begreifen.

Es braucht Zeit, den Umgang mit Buchverlusten zu lernen

Zunächst einmal braucht es Zeit, den Umgang mit Buchverlusten zu lernen. Die ersten Tage am Aktienmarkt sind sehr, sehr aufregend. Häufig schauen Investoren täglich nach, wie sich die eigenen Investitionen entwickeln. Ein Plus wird gefeiert, ein Verlust ist sehr schmerzlich. Wer kennt sie nicht, diese Anfangsphase. Falls du dich gerade dort befindest: Das ist normal.

Eine Härteprobe ist die erste tiefere Korrektur. Wenn es mit einer Aktie plötzlich mal 10, 20 % oder auch mehr bergab geht, ist der Schmerz häufig wirklich groß. Doch genau das ist es, was man als Investor braucht: Die Möglichkeit, solche Dinge zu lernen. Und der Faktor Zeit ist entscheidend, denn er schafft überhaupt erst derartige volatile Phasen.

Nutze daher ruhig volatile Momente, um die Normalität darin zu erkennen. Sowie in der Retrospektive das Auf und Ab wahrzunehmen und im Endeffekt die Volatilität. Jetzt befinden wir uns durch den Ukraine-Konflikt in einer Draw-down-Phase. Das ist eigentlich ideal, um diese Lektion zu lernen. Wichtig ist, dass man sich die Zeit nimmt, um das zu verinnerlichen und im Nachhinein auch Revue passieren zu lassen.

Erkennen, dass Bewertungen und nicht Aktienkurse sinken

Zeit benötigt auch der richtige Blick auf die Aktienkurse. Volatilität ist gerade bereits ein Thema gewesen. Aber eng damit verknüpft ist die Wahrnehmung der ganzen Ausgangslage. Anfangs sieht man fallende Aktienkurse, die zu Emotionen führen. Im Laufe der Zeit sehen erfahrene Investoren jedoch etwas ganz anderes: Die Möglichkeit, eine Aktie sehr preiswert zu kaufen.

Auch dabei gibt es gewisse Tricks. Zum Beispiel, dass man sich Faktoren wie die Dividendenrendite anschaut. Wenn aus einer Ausschüttungsrendite von 4 % plötzlich eine von 5 % wird, so ist es sehr offensichtlich, dass man bei konstantem Verlauf mehr zu einem günstigeren Preis erhält. Aber trotzdem benötigt man Zeit, um über die Verluste hinwegzusehen und ebendiese Chancen zu erkennen.

Bei Wachstumsaktien ist das ebenfalls möglich, wenn auch etwas schwieriger. Hier sind es eher Faktoren wie die Marktkapitalisierung oder das Kurs-Umsatz-Verhältnis, das immer günstiger ist. Seltener auch mal ein Kurs-Gewinn-Verhältnis. Das zu sehen und gleichzeitig ein erhöhtes Renditepotenzial wahrzunehmen ist der entscheidende Faktor. Aber es braucht Zeit, um derart zu denken.

Zeit braucht es, um gute Unternehmen zu erkennen

Was ist ein gutes Unternehmen, was ein schlechtes? Auch das ist etwas, das einfach Zeit und Erfahrungen benötigt. Leider auch manchmal schlechte, die einem ein lehrreiches Beispiel sind. Zykliker oder aber Wettbewerbsvorteile zu erkennen fällt leichter, wenn man auch mal danebengelegen hat.

Aber das Tolle ist: Man wird konsequent besser bei der Analyse weicher Faktoren, die ein gutes Unternehmen ausmachen. Erfahrungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Insofern wird die gesamte Aktienauswahl konsequent besser, je mehr man sich mit Unternehmen, deren Geschäftsmodellen und auch günstigen Bewertungen auseinandersetzt. Das ist langfristig ein solider Katalysator für die Rendite.

Der Artikel 3 Dinge brauchen einfach Zeit, bis man sie gelernt hat ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (CMFMrClock)


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