Es ist schwer, Dividenden zu schlagen. Wer Aktien eines gesunden und wachsenden dividendenzahlenden Unternehmens kauft, darf sich auf regelmäßige Dividendenauszahlungen freuen, unabhängig davon, ob die Wirtschaft boomt oder nicht. (Ja, angeschlagene Unternehmen werden gelegentlich ihre Dividenden verringern, aussetzen oder streichen. Aber das passiert relativ selten.)

Zusätzlich zu diesen Dividendenausschüttungen kann man auch erwarten, dass der Aktienkurs im Laufe der Zeit steigt. Und gleichzeitig wird die Dividende ebenfalls in die Höhe getrieben. Wer lange genug an einem großen Dividendenzahler festhält, kann im Laufe eines Jahres aus einer einzigen Aktie so viele Dividenden erhalten, wie man ursprünglich für diese Aktie bezahlt hat!

Deswegen hier drei solide Dividendenaktien, die einem den Rest des Lebens viel Freude bescheren dürften.

Nr. 1: Digital Realty Trust

Digital Realty Trust (WKN: A0DLFT) ist ein REIT, ein Real Estate Investment Trust. REITs müssen mindestens 90 % ihrer Erträge an die Aktionäre ausschütten und Digital Realty Trust erzielte kürzlich eine Dividendenrendite von 3,1 %. Das Unternehmen zahlt seit 15 Jahren eine Dividende. Die meisten Menschen, die mit REITs vertraut sind, stellen sich traditionelle Immobilienkategorien wie Büros, Wohnungen, Einkaufszentren und medizinische Einrichtungen vor. Digital Realty Trust ist eines der wenigen Unternehmen in einer relativ neuen Nische – Rechenzentren. Das Unternehmen unterhält zahlreiche Rechenzentren und vermietet sie, wobei es Einnahmen von seinen Mietern erhält. Zu seinen Kunden gehören viele namhafte Technologieunternehmen, die viele Geräte unterbringen müssen. Alles, was in der Cloud gespeichert wird oder worauf man von der Cloud aus zugreifen kann, ist irgendwo physisch untergebracht – wahrscheinlich in einem Rechenzentrum.

Die Zukunft von Digital Realty Trust sieht recht vielversprechend aus, da immer mehr Daten benötigt werden. Auch werden immer mehr Geräte vernetzt: Autos, intelligente Thermostate und sogar intelligente Kühlschränke. IDC hat vorausgesagt: „Die in den nächsten drei Jahren erzeugte Datenmenge wird größer sein als die in den letzten 30 Jahren erzeugte. Die Welt wird in den nächsten fünf Jahren mehr als dreimal so viele Daten erzeugen wie in den vergangenen fünf Jahren.“

Nr. 2: Starbucks

Die globale Kaffeekette Starbucks (WKN: 884437) bedarf wohl keiner Erklärung. Das Unternehmen zahlt eine Dividende, die kürzlich 1,8 % betrug. Das mag nicht viel erscheinen, aber es entspricht in etwa der Durchschnittsrendite des gesamten S&P 500. Die Wachstumsrate einer Dividende spielt eine große Rolle und Starbucks hat die Auszahlung in einem guten Tempo erhöht: In den letzten fünf Jahren ist sie im Jahresdurchschnitt um 17,6 % gestiegen.

Starbucks war in der Lage, seine Dividende aggressiv zu erhöhen, weil das Geschäft gewachsen ist. Die andauernde Pandemie hat für starken Gegenwind gesorgt, aber Starbucks hat gut reagiert und neue Strategien entwickelt. Im letzten Quartal eröffnete das Unternehmen 480 weitere Standorte, sodass sich die weltweite Gesamtzahl auf 32.660 erhöht. Von denen besaß und betrieb man etwa die Hälfte selber. Starbucks expandiert zudem aggressiver in internationalen Märkten als im Inland. Außerhalb der USA, wo es recht gut etabliert ist, gibt es mehr Wachstumspotenzial. Auch die Betriebskosten sind in vielen Ländern niedriger.

Nr. 3: Brookfield Infrastructure Partners

Brookfield Infrastructure Partners (WKN: A0M74Z) ist da schon weniger bekannt. Es lohnt sich aber, die Aktie auf dem Schirm zu haben. Zunächst einmal hat die Dividende vor Kurzem 3,8 % erreicht, und diese Ausschüttung ist in den letzten fünf Jahren im Jahresdurchschnitt um etwa 9 % gestiegen.

BIP beschreibt sich selbst als „einer der größten Eigentümer und Betreiber wichtiger und vielfältiger globaler Infrastrukturnetze“, die den Transport und die Speicherung von Energie, Wasser, Fracht, Passagieren und Daten erleichtern. Ziel des Unternehmens ist es, eine langfristige Eigenkapitalrendite von 12 bis 15 % zu erwirtschaften und nachhaltige Ausschüttungen für die Anteilseigner bereitzustellen. Es wird ein jährliches Ausschüttungswachstum von 5 bis 9 % angestrebt. Konkretere Beispiele für die Infrastruktur, die das Unternehmen besitzt und weltweit betreibt, sind:

  • 6,7 Millionen Strom- und Erdgasanschlüsse
  • 2.000 km in Betrieb befindliche Stromübertragungsleitungen
  • 300 km neu zu errichtende Stromübertragungsleitungen
  • 700 km regulierte Erdgaspipelines
  • 1,5 Millionen installierte intelligente Zähler
  • 300 km Bahnbetrieb
  • 4.000 km gebührenpflichtige Straßen
  • 13 Terminals
  • 1 LNG-Exportanlage
  • 500 km Fernleitungen
  • 600 Mrd. Kubikfuß Erdgasspeicher
  • 19 Erdgasverarbeitungsanlagen
  • 550 km Rohgassammelleitungen
  • 1,6 Millionen private Infrastrukturkunden
  • Fernwärme- und Fernkühlsysteme
  • 100 Mehrzwecktürme und aktive Dachstandorte
  • 20.000 km Faser-Grundnetz
  • 53 Datenzentren
  • 600 Mobilfunktürme

All das deutet darauf hin, dass Brookfield Infrastructure Partners über viele Jahre hinweg von all seinen Vermögenswerten profitieren kann. Das ist für Anleger also schon richtig interessant.

Jedes dieser drei Unternehmen könnte langfristig gute Dienste leisten und beträchtliche Dividendeneinnahmen erwirtschaften. Die kann man im Idealfall in weitere Aktien reinvestieren. Und wer im Ruhestand ist, kann mit diesen Aktien Einkommen schaffen, um die Rente aufzubessern.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Brookfield Infrastructure Partners. Selena Maranjian besitzt Aktien von Brookfield Infrastructure Partners und Starbucks. Dieser Artikel erschien am 26.11.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Selena Maranjian, Motley Fool beitragender Investmentanalystin

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