Im Zuge des Corona-Crashs ging’s mit einem der größten MSCI World-ETFs hierzulande steil bergab: Der iShares Core MSCI World UCITS (WKN: A0RPWH)-ETF lag zum Stichtag 27.03.20 stolze 26,6 % unterhalb seines Allzeithochs. Doch ein paar ETFs hat’s sogar noch schlimmer erwischt!

Welche das sind und ob ich sie heute für kaufenswert halte, erfährst du, wenn du weiterliest.

ETF 1: iShares MSCI Emerging Markets UCITS-ETF

Man könnte ihn den kleinen Bruder des MSCI World nennen: Der MSCI Emerging Markets UCITs-ETF wird nicht selten gemeinsam mit dem World im Depot gehalten. 70 % MSCI World, 30 % MSCI Emerging Markets – so hat Kommer es uns gelehrt. Und so wird’s auch vielfach umgesetzt.

Gefühlt hätte ich gedacht, den MSCI Emerging Markets hätte es aufgrund seines China-Anteils weniger hart getroffen als seinen großen Bruder. Tatsächlich hat es ihn aber sogar noch härter erwischt: Der iShares MSCI Emerging Markets UCITS (WKN: WKN: A0HGWC)-ETF notiert 27,4 % unterhalb seines Allzeithochs (Stand: 27.03.2020).

In schlechten Zeiten kann er dem MSCI World also nicht das Wasser reichen – was sehr schade ist. Denn in den guten Zeiten blieb er ebenfalls weit abgeschlagen hinter dem World-Index zurück: Auf Zehnjahressicht legte dieser um über 90 % zu, während es der MSCI Emerging Markets gerade mal auf ein Plus von einem Prozent brachte (Stand: 30.03.2020).

Für mich liegt diese eklatante Underperformance vor allem an den enthaltenen Ländern (wie Griechenland oder Ägypten) und den Staatskonzernen (China Construction Bank, China Mobile). Beides käme für mich nicht infrage – weshalb auch dieser ETF für mich nicht infrage kommt.

Die schwache Performance der letzten zehn Jahre bestätigt mich in meiner Ansicht.

ETF 2: Der Comstage SDAX UCITS-ETF

Dem Comstage SDAX UCITS (WKN: ETF005)-ETF erging es noch ein bisschen schlechter. Er lag zum Stichtag 27.03.2020 sogar 31,9 % unterhalb seines Allzeithochs! Dieser ETF bildet – welch eine Überraschung – den SDAX ab. Dort enthalten sind Unternehmen, die zu klein für den DAX oder den MDAX sind. Somit besteht der SDAX aus deutschen Small Caps – 70 an der Zahl.

Dass solche kleinen Unternehmen – wie beispielsweise Stroer, Hypoport oder Encavis – im Rahmen einer aufziehenden Rezession stärker abgestraft werden als die großen, liegt daran, dass Small Caps den Ruf „genießen“, finanziell weniger gut dazustehen als ihre großen Brüder. Auch im aktuellen Crash dürfte dies der Grund für den stärkeren Kursrückgang verglichen mit dem MSCI World gewesen sein.

Ich denke allerdings, dass es sich hierbei um einen psychologischen Effekt handelt – in meinen Augen gibt es auch genügend SDAX-Konzerne, die über eine äußerst stabile Bilanz verfügen. Zum Beispiel denke ich hier an Fielmann, Krones oder den Hamborner REIT.

Ich persönlich bevorzuge Investments in relativ kleine Unternehmen sogar. Weil sie über mehr Wachstumspotenzial verfügen, nicht selten in lukrativen Nischen unterwegs sind und weil diese Unternehmen in vielen Fällen gründer- beziehungsweise familiengeführt sind.

So könnte ich mir in der derzeitigen Lage gut vorstellen, diesen ETF als Sparplan in mein Depot aufzunehmen.

ETF 3: Der Vaneck Vectors Global Real Estate-ETF

Den Vaneck Vectors Global Real Estate (WKN: A1T6SY)-ETF hat’s noch härter erwischt: Um satte 33,1 % ging’s für diesen Immobilien-ETF nach unten. Warum es gerade in den USA Immobilienunternehmen so hart getroffen hat, kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht wirklich erklären.

Fakt ist: Der Vaneck-ETF investiert in sehr solide Unternehmen! Zum Beispiel in Prologis, Public Storage, Avalonbay Communities und die deutsche Vonovia. Wer sich ein bisschen mit REITs beschäftigt, der weiß: All diese Unternehmen sind grundsolide finanziert. Deshalb – und aufgrund ihrer Geschäftsmodelle – dürften sie Corona größtenteils ohne große Schäden überleben.

Die Dividendenrendite kann sich ebenfalls sehen lassen. Stolze 4,3 % bietet der Vaneck Vectors Global Real Estate seinen Investoren – zu denen ich übrigens selber zähle. Erst kürzlich konnte ich mich über die quartalsweise ausgeschüttete Dividende freuen.

Mein Fazit zum MSCI World & Co.

Als Basisinvestment für passive Anleger halte ich einen ETF, der den MSCI World abbildet, für eine grundsolide Sache. Wer zusätzlich noch Small Caps mit Wachstumspotenzial oder ausschüttungsstarke Immobilienunternehmen im Depot haben möchte, der kann auch bei den anderen beiden ETFs einen Blick riskieren.

Vom MSCI Emerging Markets würde ich persönlich hingegen eher die Finger lassen. Seine Performance und seine Zusammenstellung überzeugen mich nicht.

The post 3 ETFs, die stärker gelitten haben als der MSCI World appeared first on The Motley Fool Deutschland.

Unser Top Small Cap für das Jahr 2020!

Im Laufe des letzten Jahrzehnts ist die Zahl an massiven Datenverletzungen und Hackerangriffen in die Höhe geschnellt. Beinahe 4 Milliarden persönliche Verbraucherdaten wurden gestohlen.

Dieses wachstumsstarke Small-Cap-Unternehmen hilft Firmen bei der Sicherung von Logins ihrer Mitarbeiter.

Der Umsatz ist im letzten Jahr um 48 % gestiegen und die Aktie ist in den letzten zwei Jahren dreistellig nach oben geklettert. Wir glauben: Dieses Unternehmen steht erst ganz am Anfang.

Da Hacker immer raffinierter werden und digitale Sicherheit wichtiger denn je wird, ist der Bedarf an solchen Dienstleistungen erst am Anfang – und dieses Unternehmen ist perfekt positioniert, um in diesem Sektor eine führende Rolle einzunehmen.

In unserem brandneuen Sonderreport „Unsere Top-Small-Cap-Aktie für das Jahr 2020 und darüber hinaus“ nennen wir dir alle Details. Jetzt hier kostenlos abrufen!

Thomas Brantl besitzt Aktien von Avalonbay Communities, Fielmann, Anteile des iShares Core MSCI World UCITS und des Vaneck Vectors Global Real Estate. The Motley Fool empfiehlt Krones.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Thomas Brantl, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Jetzt den vollständigen Artikel lesen