Riskante Investitionen, die dich ein Vermögen kosten können? Lass uns lieber eines vorweg festhalten: Wer als Foolisher Investor unternehmensorientiert in Aktien investiert, der wird vermutlich solche Fehlerquellen häufig umgehen. Zwar können auch Aktien schwanken und eine Investitionsthese kann nicht aufgehen. In einem diversifizierten Portfolio wird eine schlechte Investition trotzdem kein Beinbruch sein.

Trotzdem gibt es riskante Investitionen, die dich ein Vermögen kosten können. Lass uns heute einen Blick auf drei solche Wege riskieren. Sowie darauf, warum man sie vielleicht lieber meiden sollte.

Riskante Investition: Pennystocks

Eine erste riskante Investition, die dich ein Vermögen kosten kann, sind Pennystocks. Die Kernidee hinter einer solchen Aktie ist eigentlich relativ simpel: Der Preis ist niedrig und selbst kleinere Ausschläge können zu einer bedeutenden Rendite führen. Viel Werbung verspricht außerdem: Man kann schnell reich werden mit dieser riskanten Investition.

Pennystocks besitzen jedoch häufig ein Problem: Es gibt in einigen Fällen kaum ein Unternehmen. Manchmal werden sie sogar künstlich gepusht und es wird bloß noch ein Greater Fool gesucht. Das kann dazu führen, dass du in kurzer Zeit entweder eine Rendite mitnehmen kannst oder aber deinen Einsatz verlierst. Ein Totalverlust kann ebenfalls möglich sein.

Lass daher vielleicht lieber die Finger von Pennystocks. Unternehmensorientiert gibt es, wenn überhaupt, schmale Analysemöglichkeiten.

Riskante Investition: Gehebelte Produkte

Zudem sind auch Hebelprodukte häufiger eine riskante Investition, die dich ein Vermögen kosten kann. Die Kernidee kann auch hier zunächst zu einem positiven Renditeanstieg führen. Durch einen gewissen Hebel kannst du in soliden Börsenphasen schließlich deine Rendite deutlich steigern.

Was machen Hebelprodukte zu einer riskanten Investition? Eben nicht die soliden Börsenphasen, sondern die unvorhergesehene Volatilität. Wenn es mit den Aktien plötzlich und schlagartig bergab geht, so weiten sich auch die Verluste überproportional aus. Nutzt du bei einer Investition einen Hebel von 5, so kann eine Korrektur von 20 % ausreichend sein, um deinen Einsatz in Gänze auszulöschen. Entweder musst du nachschießen oder sogar zwangsweise verkaufen. Das zeigt: Hebelprodukte können dich ebenfalls dein Vermögen kosten.

Riskante Investition: Leerverkaufen

Zu guter Letzt sind auch Leerverkäufe eigentlich alles andere als schädlich. Warum nicht vom Fall einer Aktie profitieren? Ob long oder short: Rendite ist Rendite. Das ist zumindest eine, zugegebenermaßen sehr vertretbare Sichtweise.

Es gibt jedoch auch hier eine Kehrseite, die diesen Ansatz zu einer riskanten Investition werden lässt. Beim Leerverkaufen einer Aktie ist das Renditepotenzial bei 100 % gedeckelt, mehr als ein solcher Kursverfall ist schließlich nicht möglich. Steigt eine Aktie jedoch konsequent weiter, können Verluste von über 100 % die Folge sein. Es ist daher Vorsicht angebracht, wenn man etwas leerverkaufen möchte. Auch das kann dich dein Vermögen kosten.

Aufgepasst, Fool!

Pennystocks, gehebelte Produkte und das Leerverkaufen können riskante Investitionen sein, die dich dein Vermögen kosten können. Es mag manchmal Gründe geben, weshalb man auf solche Konstrukte setzt. Trotzdem sollte man sich der Risiken absolut bewusst sein.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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