Bis vor weniger Jahren galten Wasserstoff und Brennstoffzellen noch als zu teuer und nicht machbar. Heute ist klar, dass es damals einfach nur am Umsetzungswillen fehlte und die Technologie nun spätestens bis 2030 wettbewerbsfähig sein wird.

1. Brasilien investiert in grünen Wasserstoff

Erkennbar ist die Entwicklung an den zunehmenden Investitionen. So wird jetzt beispielsweise Brasilien 5,4 Mrd. US-Dollar für den Bau einer Produktionsstätte für grünen Wasserstoff ausgeben. Sie ist in Ceará (etwa 60 km nördlich von Fortaleza) in einem Industrie- und Hafengebiet geplant.

An der Umsetzung ist die australische Firma Enegix Energy beteiligt. Die Anlage wird nicht nur zur Versorgung der Region, sondern auch für den Wasserstoff-Export gebaut. Hierin sehen immer mehr geografisch günstig gelegene Länder eine große Chance, zukünftig viel Geld zu verdienen. So kann Brasilien sowohl große Mengen Wind- als auch Sonnenstrom produzieren.

Der Präsident der Industrievereinigung des Bundesstaates Ceará Ricardo Cavalcante sieht die Region zukünftig sogar schon weltweit als führenden grünen Wasserstoff-Produzenten.

2. Plug Power mit neuer Wasserstoff-Kooperation

Plug Power (WKN: A1JA81)-Aktien profitieren vom Wasserstoff-Boom, sind allerdings in letzter Zeit schon sehr stark gestiegen. Aus diesem Grund korrigieren sie nun. Trotzdem erwartet das Unternehmen in den nächsten Jahren stark steigende Umsätze.

Zuletzt hat es mit der Air Water (WKN: 864506)-Tochter Taylor-Wharton America eine strategische Kooperation geschlossen. Sie wird Plug Power mit Tanks versorgen, die das Unternehmen in den USA für die Speicherung und zum Aufbau eines Wasserstoff-Netzwerks benötigt. Taylor-Wharton wird zudem Leasinglösungen für die Tanks anbieten.

Plug Power plant, bis 2022 annährend 50 Tonnen und bis 2025 sogar 500 Tonnen grünen Wasserstoff zu produzieren und zu verkaufen.

3. Plug Power und Acciona gründen Joint Venture

Plug Power und Acciona (WKN: 865629) möchten zukünftig gemeinsam Spanien und Portugal mit grünem Wasserstoff versorgen. Dafür werden sie in Madrid ein 50-50-Joint-Venture-Unternehmen gründen. Es soll entsprechende Projekte entwickeln, betreiben und bis Ende Juni 2021 seinen Betrieb aufnehmen. Der spanische Mischkonzern Acciona wird im Rahmen der Zusammenarbeit die benötigte Energie zur Verfügung stellen, während Plug Power seine Elektrolyseur-Technik einbringt.

Plug Power und Acciona möchten bis 2030 auf der iberischen Halbinsel bei der Produktion von grünem Wasserstoff einen Marktanteil von 20 % erreichen. Darüber hinaus sollen auch Speicher- und Lieferdienste angeboten werden.

„Dieses Joint Venture ist ein weiterer wichtiger Meilenstein und die konsequente Umsetzung der strategischen Ziele von Plug Power. So können wir in der schnell wachsenden europäischen Wasserstoffwirtschaft eine starke Marktstellung aufbauen“, kommentierte Plug Powers Vorstandsvorsitzender Andy Marsh.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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