Der Elektrofahrzeughersteller Rivian Automotive hat am Mittwoch sein Produktionsziel von 25.000 Fahrzeugen für 2022 – trotz Problemen in der Lieferkette – bekräftigt. Der Tesla-Rivale will dafür die Kosten senken.

Wie Rivian am Mittwoch mitteilte, wurden im dritten Quartal 7.363 Fahrzeuge gebaut, 67 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. So seien die Nachfrage weiterhin stark und die Vorbestellungen für die R1-Fahrzeuge auf 114.000 von etwa 98.000 im zweiten Quartal gestiegen.

Der Umsatz blieb im dritten Quartal mit 536 Millionen US-Dollar hinter den Erwartungen der Wall Street zurück. Der Nettoverlust belief sich auf etwa 1,72 Milliarden US-Dollar, eine Steigerung von knapp 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem ein Umsatz von einer Million US-Dollar verzeichnet wurde.

Am 30. September verfügte Rivian noch über 13,8 Milliarden US-Dollar an Barmitteln. Der Elektroautobauer sagte, dass die Inflation zwar ein Faktor in seiner Lieferkette gewesen sei, dass es aber Maßnahmen ergreife, um die Kosten zu senken und die Ausgaben für zukünftige Produkte zu verlangsamen. Rivian ist zuversichtlich, dass sein Bargeldvorrat bis 2025 ausreichen wird.

Das Unternehmen senkte im Zuge des Zahlenwerkes auch die Prognose für die Investitionsausgaben im Jahr 2022 und erwartet nun, dass diese sich auf etwa 1,75 Milliarden US-Dollar belaufen werden. Einige geplante Ausgaben sollen demnach auf das nächste Jahr verschoben werden.

Rivian rechnet weiterhin mit einem bereinigten Verlust vor Steuern und Abschreibungen in Höhe von 5,4 Milliarden US-Dollar für das Gesamtjahr, was der im August gegebenen Prognose entspricht.

Die Aktien des Tesla-Rivalen stiegen im nachbörslichen US-Handel um über sieben Prozent, nachdem sie in diesem Jahr um 73 Prozent gefallen sind. Der Analystenkonsens impliziert demnach ein Aufwärtspotenzial für die Aktie von über 86 Prozent. Der Börsengang im November 2021 war laut Bloomberg der sechstgrößte in der US-Geschichte gewesen.

Autorin: Gina Moesing, wallstreet:online Zentralredaktion

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