(neu: aktueller Kurs, Analystenstimmen)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien der Immobiliengesellschaft DIC Asset haben am Montag nach einer Dividendenzusage des Vorstands und einer Kaufempfehlung von Analysten an Fahrt aufgenommen. Der Kurs stieg nach Handelsbeginn in der Spitze um fast 11 Prozent und verfehlte damit knapp die runde Marke von 10 Euro. Über diese hatten sich die Papiere zuletzt Ende März bei ihrem jüngsten Erholungsversuch gewagt. Zuletzt belief sich das Plus noch auf gut 6 Prozent, womit die Aktie im vorderen Mittelfeld des festen SDax landete.

DIC Asset hat zwar das Ziel für den Gewinn in diesem Jahr wegen der Covid-19-Krise gesenkt, will aber weiterhin 66 Cent je Aktie an die Aktionäre ausschütten. Bei einem Kurs von aktuell 9,62 Euro beläuft sich demnach die Dividendenrendite auf knapp sieben Prozent.

Eine Gewinnsteigerung erwarten die Frankfurter in diesem Jahr nicht mehr. Die branchenübliche Kennziffer FFO (Funds from Operations) werde 2020 zwischen 94 und 96 Millionen Euro liegen, teilte das Unternehmen am Wochenende mit. Im Vorjahr waren es 95 Millionen Euro. Hintergrund ist ein von der Bundesregierung verabschiedetes Gesetz zur Einschränkung von Kündigungsrechten von Vermietern bei Zahlungsrückständen. Bis zum 3. April sei für ein Mietvolumen von 1,5 Millionen Euro der Wunsch nach Zahlungsaussetzung angezeigt worden, so das Unternehmen.

Die Papiere hatten vor dem Corona-Crash noch ein Mehrjahreshoch über 17 Euro erreicht, waren anschließend aber um mehr als 60 Prozent auf 6,69 Euro eingebrochen. Vor dem Hintergrund empfiehlt das Bankhaus Metzler die Aktien nun zum Kauf. Die Umsätze der Immobiliengesellschaft stünden auf einer breiten Basis, lobte Analyst Jochen Schmitt. So fließe dem Unternehmen nicht nur Geld aus Mieteinnahmen zu, sondern auch aus der Vermögensverwaltung. Dies erscheine ihm in diesen Tagen attraktiv, schrieb der Experte weiter. Das Kursziel senkte er aber von 17,00 auf 13,10 Euro.

Auch Georg Kanders vom Bankhaus Lampe hielt an seiner Kaufempfehlung fest, begründete dies aber ebenfalls vornehmlich mit dem zuletzt eingebrochenen Aktienkurs. Mit der nun gekappten Prognose werde er seine Gewinnschätzungen für das Immobilienunternehmen anpassen müssen, schrieb Kanders. Auch die Erwartungen für den Buchwert dürften sich damit verändern. All das werde voraussichtlich Einfluss auf das Kursziel haben, das der Experte vorerst bei 19 Euro beließ./kro/bek/fba

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