(neu: weiterer Analystenkommentar im 4. Absatz)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf einen Auftragsboom hat die Aktien des Halbleiterindustrie-Ausrüsters Aixtron am Freitag angetrieben. Laut dem Analysten Uwe Schupp von der Deutschen Bank steht die nächste Runde massiver Investitionen in MOCVD-Anlagen unmittelbar bevor, wie sie der MDax-Konzern baut. Er hob das Kursziel von 14 auf 22 Euro an.

Am Freitagnachmittag kosteten die Aktien zuletzt 18,10 Euro und damit 8,6 Prozent mehr als am Vortag, was den ersten Platz im MDax bedeutete. Mit in der Spitze knapp 18,30 Euro hatten sie zuvor sogar ein Hoch seit etwa zwei Jahren erreicht.

Laut Analyst Schupp dürfte der neue Zyklus zwar nicht so stark ausfallen wie der von LEDs, Fernsehern und übertriebenen chinesischen Subventionen getriebene Zyklus von 2009 bis 2011. Er sollte aber problemlos sowohl den 2000er-Zyklus, dominiert von Telekom und Datacom, als auch den von 3D-Sensing für Smartphones geprägten 2018er-Zyklus übertrumpfen. Dieses Mal sei die gute Nachricht, dass gleich mehrere Anwendungsfelder gleichzeitig antrieben, so Schupp.

Auch Harald Schnitzer von der DZ Bank erhöhte am Freitag das Kursziel auf 22 Euro von zuvor 20 Euro und riet unverändert zum Kauf. Aixtron stehe vor einem längerfristigen Wachstumszyklus, argumentierte der Analyst. Die Nachfrage im Zusammenhang mit E-Mobilität, Digitalisierung und der ultraschnellen optischen Datenübertragung nehme zu.

Am Vortag hatten sich bereits die Analysten von Warburg Research und Liberum optimistisch zu Aixtron geäußert und ihre Kursziele erhöht, wenn auch nicht so deutlich wie nun die Deutsche Bank und die DZ Bank./bek/men