FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien der Adler Group dürften mit einem abermaligen Stabilisierungsversuch ins neue Jahr starten. Sie stiegen am Montagmorgen beim Broker Lang & Schwarz (L&S) im Vergleich zum Xetra-Schluss um gut zwei Prozent auf 11,13 Euro, nachdem das Unternehmen den Verkauf von rund 15 500 Einheiten an den Konkurrenten LEG Immobilien abgeschlossen hatte. In den Fokus rücken nun die 21-Tage-Linie sowie die 50-Tage-Linie bei 11,73 Euro sowie bei 11,57 Euro. Sie dienen Anlegern als Indikatoren für den kurz- und mittelfristigen Trend.

Die Aktien stehen schon länger unter Druck, im September hatte sich die Talfahrt dann beschleunigt. So blicken Investoren kritisch auf die Konzernstruktur. Anfang Oktober geriet Adler dann ins Visier des Leerverkäufers Fraser Perring, dessen Vorwürfe das Unternehmen aber zurückweist. Für 2021 steht vor diesem Hintergrund ein Kursminus von gut 62 Prozent auf dem Zettel. Dabei haben die Papiere allein seit Ende August mehr als die Hälfte ihres Wertes eingebüßt.

Wegen einer hohen Verschuldung treibt Adler seit Monaten den Verkauf von Immobilien voran. Den nun abgeschlossene Deal mit LEG hatte das Unternehmen im Oktober angekündigt. Laut Angaben vom Montag liegt der Nettoerlös bei rund 800 Millionen Euro. Die Mittel sollen hauptsächlich zum Schuldenabbau verwendet werden./mis/jha/