FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktionäre von ProSiebenSat.1 ( PROSIEBENSAT1 MEDIA Aktie) haben am Donnerstag nach der Vorlage von Geschäftszahlen weiter Kasse gemacht. Die Papiere fielen um 2,32 Prozent auf 44,265 Euro. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Plus aber immer noch auf mehr als 26 Prozent, womit die Aktien zu den Favoriten im MDax     zählen. Erst Mitte April hatten sie bei 49,335 Euro ein Rekordhoch erreicht.

ProSiebenSat.1 konnte sich zum Jahresauftakt einmal mehr auf seine Internet-Reiseportale und Onlineshops verlassen. Das Digitalgeschäft mit Portalen wie weg.de, billiger-mietwagen.de oder dem Erotikversand Amorelie lieferte abermals den größten Beitrag zum Wachstum des Medienkonzerns. Der frühe Ostertermin und die gute Wirtschaftslage in Deutschland führten aber auch im klassischen TV-Geschäft zu höheren Werbeeinnahmen.

Der Medienkonzern habe die Erwartungen im ersten Quartal erfüllt und dürfte die Gesamtjahresziele erreichen, schrieb Analyst Marcus Silbe von der Investmentbank Oddo Seydler in einer Studie.

Bereits zur Wochenmitte hatten sich allerdings die Marktstrategen Roland Kaloyan und Kevin Redureau von der französischen Investmentbank Societe Generale negativ zu den ProSiebenSat.1-Aktien geäußert. Sie schätzen mittlerweile den deutschen Aktienmarkt im Vergleich mit anderen europäischen Aktienmärkten vorsichtiger ein und rieten, aus den Papieren von ProSiebenSat.1 in Aktien der französischen Sender TF1 ( TELEVISION Aktie) und M6 ( M6-METROPOLE TV Aktie) umzuschichten./mis/das