FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kursrutsch der Papiere von Uniper hat sich am Montag mit einem weiteren Rekordtief von 6,65 Euro fortgesetzt. Seit dem Zwischenhoch am vergangenen Mittwoch haben sich die Anteilsscheine des angeschlagenen Energiekonzerns damit fast halbiert.

JPMorgan-Analyst Vincent Ayral gab den Sorgen der Anleger um eine Anteilsverwässerung im Zuge der Staatshilfen eine Zahl. Unter Berücksichtigung der Kapitalerhöhung zum Ausgabepreis von 1,70 Euro je Aktie unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre und der milliardenschweren Pflichtwandel-Anleihe sieht er den fairen Uniper-Kurs bei 5,30 Euro.

Ayral drehte daher seine bislang mit "Overweight" optimitische Einschätzung im zwei Stufen in "Underweight". Sein Kursziel stampfte er von 32 auf 5,50 Euro ein.

Am Freitag hatte sich die Bundesregierung mit den Düsseldorfern auf ein Rettungspaket geeinigt. Das Unternehmen muss wegen der Drosselung der russischen Lieferungen über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 teureres Gas am Markt einkaufen, um Verträge zu erfüllen. Das führt zu Liquiditätsproblemen./ag/mis