Der nächste Gamechanger in Kampf gegen Corona? Pfizers Pille Paxlovid soll hochwirksam sein und kann ebenso wie Mercks Medikament zuhause eingenommen werden. Der Pharmariese will sein Patent mit armen Ländern teilen.

Pfizer hat am Dienstag bei der US-Arzneimittelbehörde FDA Unterlagen für eine Notfallzulassung seines Corona-Medikaments Paxlovid eingereicht. Erst kürzlich hatte der Pharmariese berichtet, die Pille senke bei Risikopatienten die Wahrscheinlichkeit eines Krankenhausaufenthaltes oder Todes nach einer Corona-Infektion um 89 Prozent.

Zudem kündigte der Biontech-Partner an, nach erfolgreicher Zulassung das Medikament ärmeren Ländern günstiger zur Verfügung stellen zu wollen. Eine Übereinkuft zur Vergabe von Sublizenzen an Generikahersteller für die Produktion der Pille ohne Lizenzgebühren wurde ebenfalls bekanntgegeben. In den übrigen Ländern gilt dies so lange, wie die Weltgesundheitsorganisation die Pandemie als Gesundheitsnotstand einstuft.

Unterdessen läuft die Produktion des Impfstoffes Comirnaty weiter auf Hochtouren. 2,3 Milliarden Dosen sollen im laufenden Jahr noch geliefert werden, 2022 rechnet Pfizer mit vier Milliarden. Dementsprechend klingeln die Konzernkassen: Für das laufende Geschäftsjahr hob Pfizer die Prognose an und erwartet allein durch das Vakzin einen Umsatz von 36 Milliarden US-Dollar.

Der Aktie verhelfen diese Nachrichten zu ungewohnten Höhenflügen: Auf Monatssicht steht ein Plus von 24 Prozent zu Buche.

Autorin: Gina Moesing, wallstreet:online Zentralredaktion


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