TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag mehrheitlich weiter zugelegt. Entspannungssignale im Handelsstreit zwischen den USA und China trieben die Kurse an. Nachdem Peking auf Washington zugegangen war, hatte US-Präsident Trump sich mit einem Aufschub der angedrohten Strafzollverschärfung revanchiert.

"Die Verschiebung der Strafzollerhöhung um zwei Wochen ist ein starkes Zeichen", merkte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners an. "Donald Trump möchte den Handelsgesprächen damit eine erhöhte Erfolgswahrscheinlichkeit geben. Beide Seiten versuchen jetzt zu deeskalieren."

Der japanische Leitindex Nikkei 225 <JP9010C00002> schloss 0,75 Prozent höher mit 21 759,61 Punkten. Auch an Chinas Festlandsbörsen ging es nach oben. So notierte der CSI 300 <CNM0000001Y0> mit den 300 wichtigsten Aktien vom chinesischen Festland zuletzt 0,95 Prozent höher bei 3967,37 Zählern. Der Hongkonger Hang-Seng-Index <HK0000004322> verlor dagegen kurz vor Handelsschlus 0,24 Prozent auf 27 095,01 Punkte. Hier belasten die Verluste der Aktien von Hong Kong Exchanges & Clearing. Der Börsenbetreiber hat ein Gebot für die London Stock Exchange vorgelegt.

Portfoliomanager Altmann warnte allerdings vor zu großer Euphorie. "Marktfreundliche Entwicklungen im Handelskonflikt und beim Brexit sowie geldpolitische Lockerungen sind mittlerweile in den Kursen enthalten", kommentierte er. Der Nikkei 225 sei bereits so stark überkauft wie vor dem starken Einbruch im vierten Quartal vergangenen Jahres./mf/jha/