TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten asiatischen Börsen haben sich am Freitag etwas von ihren jüngsten Verlusten erholt. Insbesondere an den chinesischen Aktienmärkten ging es recht deutlich nach oben.

Zum Wochenschluss hofften die Anleger auf Fortschritte im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Jüngste Aussagen des US-Präsidenten vor Journalisten deuteten nach Einschätzung von Beobachtern darauf hin, dass die Vereinigten Staaten an einer baldigen Beilegung des Konflikts interessiert sind. Donald Trump machte deutlich, dass beide Seiten etwas unternehmen wollen. Nähere Details nannte der US-Präsident nicht.

An den chinesischen Festlandbörsen kletterte der CSI 300 <CNM0000001Y0> kurz vor Handelsschluss um rund 1 Prozent nach oben. Der Hongkonger Hang-Seng-Index <HK0000004322> stieg zuletzt um knapp 1 Prozent.

Allerdings bleibt die Lage in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong angespannt: Vor dem Beginn neuer Demonstrationen in Hongkong sprach eine staatlich kontrollierte Zeitung in China eine scharfe Warnung an die Protestbewegung aus. "Peking hat nicht beschlossen, gewaltsam gegen die Unruhen in Hongkong vorzugehen, aber diese Option steht Peking eindeutig zur Verfügung", schrieb die "Global Times" in einem Kommentar.

Der Nikkei 225 <JP9010C00002> in Japan schloss 0,06 Prozent höher mit 20 418,81 Punkten. Auf Wochensicht aber ergibt sich ein Minus von 1,29 Prozent. Der japanische Leitindex litt zuletzt insbesondere unter den Sorgen um den Zollstreit und unter dem starken Yen, der Exporte des Landes verteuern kann./la/mis