TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Rekorden an der Wall Street und anderswo ist der japanische Nikkei-225-Index am Dienstag immerhin auf den höchsten Stand seit rund 30 Jahren geklettert. An den chinesischen Börsen fiel die Kursentwicklung dagegen uneinheitlich aus: Während die Handelsplätze auf dem Festland nachgaben, ging es in Hongkong klar bergauf.

Zu Wochenbeginn hatten die Anleger weltweit die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump gefeiert, seinen Widerstand gegen ein vom Kongress mit überparteilicher Mehrheit beschlossenes Corona-Konjunkturpaket in Höhe von rund 900 Milliarden US-Dollar aufzugeben: Alle wichtigen Aktienindizes an der Wall Street und auch der deutsche Dax erreichten Rekordstände.

Mit der Forderung, dass die meisten US-Bürger eine einmalige Hilfszahlung von 2000 Dollar pro Erwachsenem statt der in der Einigung festgeschriebenen 600 Dollar bekommen sollten, brachte Trump nun die eigenen Parteifreunde in die Zwickmühle. Denn das demokratisch dominierte Repräsentantenhaus stimmte für Trumps Vorschlag - nun liegt der Ball beim mehrheitlich republikanischen Senat, der jüngst eine entsprechende Forderung der Demokraten noch abgelehnt hatte.

Der Nikkei zog am Dienstag letztlich um 2,66 Prozent auf 27 568,15 Punkte an. Für den chinesischen CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien der Börsen in Shanghai und Shenzhen ging es um 0,42 Prozent auf 5042,94 Punkte nach unten, wogegen der Hang-Seng-Index in der Sonderverwaltungszone Hongkong im späten Handel 0,96 Prozent auf 26 567,50 Punkte gewann./gl/jha/